Instrumentenglossar


Ölfass

Das Ölfass ist - neben seiner Funktion als Behälter für Öl - ein idiophones Schlaginstrument, welches entweder noch ein Ölfass ist oder aus einem solchen gefertigt wurde. In der Regel wird nicht auf einem unverarbeiteten Fass musiziert. Die verbreitetste Form ist die Steel Drum (siehe dort für die Geschichte des Ölfasses).

Musikunterricht für das Musizieren auf Ölfässern wird auch von Musiklehrern auf dieser Website angeboten. Interesse? Einfach mal umschauen!


Balafon

Das afrikanische Balafon ist der Urahn der Familie der Stabspiele (engl. mallet), zu denen unter anderem das Xylophon, das Vibraphon, das Marimbaphon und das Glockenspiel gezählt werden. Vor allem in den Ländern des tropischen Regenwaldgürtels, südlich der Sahara (Sahelzone) ist die Kultur des Balafonspiels sehr hoch entwickelt und bis heute lebendig. 

Seinen Ursprung hat das Balafon am Königshof in Sikasso im heutigen Mali. Während des 16. Jahrhunderts blühten dort die Künste unter dem großzügigen Mäzenatentum des damaligen Herrschers auf. Die Musiker bei Hofe konnten  sich durch ihre materielle Absicherung voll und ganz auf die Musik konzentrieren und eine hohe Virtuosität entwickeln. Die dort begründete Tradition reicht heute weit über Afrika hinaus.
Heutige Zentren der Balafon Musik sind Guinea und Mali. 
 
Das Balafon besteht aus Kalebassen  hohlen Kürbissen, die als Resonanzkörper wirken, und  Holz-Klangstäben. Seitlich an den Kalebassen finden sich zwei bis drei fingergroße Löcher, die mit Fledermausflügeln oder Spinnenweben überklebt wurden. Heute nimmt man zumeist Zigarettenpapier. 
Diese dienen als Membran die durch das Spielen in Schwingung versetzt werden und ein Schnarrgeräusch erzeugen. 

Normalerweise ist das Balafon fortschreitend von den tiefen zu den hohen Tönen pentatonisch (Fünfton-Reihe) oder diatonisch  (Siebenton-Reihe) gestimmt. Dabei können die Intervall-Größen von Ethnie zu Ethnie variieren.

Wer Balafon lernen möchte und Unterricht sucht, findet den passenden Lehrer auf unser Website. 







Bass Drum

Die Bass Drum oder Große Trommel ist ein Schlaginstrument, welches aus einem großen zylindrischen Korpus (Kessel) aus Holz besteht, dessen zwei offene Seiten meist beide mit Fellen aus Kunststoff bespannt sind. Dies geschieht über Rahmen aus Holz oder Metall, welche mit Hilfe von sechs bis zwölf Spannschrauben (Stimmschrauben) festgezogen werden. Die Maße der Bass Drum variieren je nach Einsatz.

Die häufigste Verwendung findet sie als Bestandteil des Schlagzeugs in vielen modernen Musikstilen wie im weiten Feld der Rockmusik, des Pop, Jazz, Blues oder Soul. Dort weist sie einen Durchmesser von 18'' bis 24'' und eine Tiefe von 14'' bis 18'' auf und wird in der Regel quer auf Füßen Stehend mit einer Fußmaschiene bedient.

In der Orchestermusik steht die Trommel je nach gewünschtem Klang aufrecht, schräg oder quer und bemisst 50 bis 80cm im Durchmesser und etwa 40cm in der Höhe. Hier wird sie oft auch noch mit Naturfell bespannt.

In der Blaskapellen-Musik (Marschmusik) wird die oftmals etwas leichter konstruierte Basstrommel über Schultergurte vor der Brust getragen und seitlich mit großen Schlegeln gespielt. Sie ist das tiefste Schlaginstrument der Kappelle und unterfüttert den Rhythmus mit wenigen geraden Schlägen. Das hört sich zwar simpel an, doch um einen ganzen Marsch mit der schweren Trommel durchzuhalten bedarf es einer guten körperlichen fitness, weswegen dieses Instrument nicht unterschätzt werden sollte.

Wenn du gern Bass Drum in einer Kapelle oder am Schlagzeug spielen lernen möchtest, findest du auf dieser Website geeignete Musiklehrer dazu!



Beatboxing / Vocal Percussion

Vocal Percussion ist die Imitation von Percussionsrhythmen durch Mund, Rachen und Nase. Traditionell kommt Vocal Percussion auf der ganzen Welt in verschiedenen Kulturen vor (z.B. in Indien, Indonesien und Afrika). Über bestimmte Formen des textlosen Scat-Gesangs, bei dem beispielsweise im Jazz unter anderem lautmalerisch Instrumente Nachgeahmt werden, kommt Vocal Percussion aber auch in vielen modernen Musikrichtungen vor.
Die bekannteste Form ist wohl das sogenannte Beatboxing. Der Ausdruck "Beatboxing" steht für das Nachahmen der Klänge elektronischer Percussion wie von Drumcomputern (= beat boxes) und wird meist zur Begleitung im Hip-Hop verwendet. Es entstand in den 1980er Jahren in der Hip-Hop-Szene, in der viel mit Drumcomputern gearbeitet wird. Ähnlich wie bei Schlagzeugern und Percussionisten haben sich im Laufe der Zeit auch im Beatboxing ganz individuelle Stile herausgebildet.

Da es bei der Vocal Percussion und insbesondere beim Beatboxing mehr auf stimmlose, als auf stimmhafte Laute ankommt, sind wichtige Techniken das Schnalzen mit der Zunge, Schnarchen, lautes Atmen oder Schlucken, Vibrieren mit den Lippen und Pfeifen. Dadurch ist es dem Musiker sogar möglich die Vocal Percussion mit Gesang zu kombinieren.

Wer sich für Unterricht in Beatboxing und/oder Vocal Percussion interessiert, kann hier auf der Website nachschauen, ob er einen passenden Lehrer findet.






Bendir

Der Bendir ( ‏بندير‎,  Bandīr) ist eine Rahmentrommel ähnlich einem europäischen Tamburin, die in Nordafrika, besonders im Maghreb, verbreitet ist. Das Instrument besteht aus einem einseitig mit Ziegen- oder Schafhaut bespannten kreisrunden Holzrahmen. Die meisten Bendir im Maghreb haben an der Unterseite Schnarrsaiten aus Darm.

Der bei einfachen Instrumenten aus einer Holzlamelle gebogene Rahmen hat einen Durchmesser von 20 bis 60 Zentimetern. Dieselbe Form wird auch für Siebe verwendet. Anders als bei den arabischen Rahmentrommeln Riq und Tar gibt es keinen Schellenkranz. Der Bendir wird im Sitzen oder Stehen senkrecht oder leicht nach vorn geneigt gespielt. Dabei wird ein Daumen durch ein Loch im Rahmen gesteckt, mit den übrigen Fingern dieser Hand kann die Trommel am Rand geschlagen oder das Fell gedämpft werden. Die Finger der anderen Hand produzieren hohe Töne am Rand und tiefere, dumpfer klingende in der Mitte.

Neben der Bechertrommel Darbuka und der Tonzylindertrommel Guellal sorgt der Bendir für den Rhythmus im populären algerischen Musikstil Raï. Das Instrument kommt in der arabischen städtischen Musik genauso zum Einsatz wie bei Hochzeitsfeiern von Berbern im Hohen Atlas. Bei öffentlich auftretenden Musikgruppen wird er von Männern gespielt, zur Gesangs- und Tanzbegleitung auf Familienfeiern auch von Frauen, hier oft zusammen mit dem Oboen-Instrument Ghaita und der Holzflöte Gasba. Bendir oder kleine Tontrommeln (Tarija) begleiten im Maghreb die religiösen Gesänge und Rituale Hadhra einiger Sufi-Bruderschaften (Tariqas). Wo nordafrikanische Rahmentrommeln südlich der Sahara verwendet werden, bleiben sie Teil der islamischen Musikkultur. Auch die dortige Verwendung von Schnarrsaiten an anderen Trommeln hat ihren Ursprung vermutlich im Norden.

Für Unterricht auf dem Bendir oder Workshops schau dich auf dieser Website nach einem Lehrer/einer Lehrerin um!


Berimbau

Der Berimbau ist ein Aufschlaginstrument zur Begleitung des brasilianischen Capoeira. Es besteht aus einem langen Holzstab über den eine Stahlsaite wie eine Bogensehne gespannt wird. Am unteren Ende wird anschließend eine ausgehöhlte und aufgeschnittene Kalebasse als Klangkörper angehängt. Gespielt wird der Berimbau, indem die Saite mit einem Holzstab angeschlagen und mit einer Münze oder einem Stein gedämpft, bzw. zum Zittern gebracht wird. Die Tonhöhe wird dabei kaum verändert. Viel mehr ist der Berimabu ein Percussionsinstrument, welches verschiedene Schnarrgeräusche erzeugen kann. Zudem hält ein Berimbau-Spieler in der Regel noch eine Rassel (Caxixi) aus Korbgeflecht mit Kalebassenboden in der Hand.
Den Berimbau gibt es in drei Grundgrößen, welche je leicht verschiedene Funktionen übernehmen. Die tiefste Tonlage hat die Gunga durch ihren besonders langen Stab und ihre große Kalebasse (Cabaça). Sie gibt den Grundrhythmus vor. Der Médio (Mittlere) ist etwas kleiner und spielt den Gegenrhythmus zur Gunga. Die kleinste und am Höchsten klingende Viola ist für verzierungen und freie Variationen zuständig.
Vermutlich wurzelt die Berimbau in Musikbögen aus Afrika, welche mit den Sklaven nach Brasilien gekommen sind, da weder die Europäer, noch die Südamerikanischen Ureinwohner solche verwendeten.

Wenn du gern Berimbau spielen lernen möchtest, findest du auf dieser Website angebote von Musiklehrern, die dir Unterricht geben können.




Bodhrán

Eine Bodhrán ([ˈbɔːrɑːn] oder [ˈbaʊrɑːn]) ist eine irische Rahmentrommel mit einem Durchmesser von 20 bis zu 50 Zentimetern. Der Rahmen ist mit einem Fell (oft Ziegenfell) bespannt und wird bei Bedarf mit einem Kreuz verstärkt.
Für die Spieler ist das Spielen mit oder ohne Kreuz eine Geschmacksfrage. Ursprünglich sollte das Kreuz die Stabilität der Trommel erhöhen, da der Rahmen möglicherweise unter der Fellspannung nachgeben könnte. Eine „gute“ Bodhrán benötigt also das Kreuz nicht unbedingt.
Moderne Bodhráns haben ein mechanisches Stimmsystem, mit welchem es dem Spieler möglich gemacht wird, bei einem lockeren Fell entweder einen eher dumpfen, bassigen Klang oder bei einem gespannten Fell einen helleren Klang zu erzeugen. 


 

Bodhranunterricht:

Bodhrán zu spielen ist eine echte Kunst, denn es gibt verschiedenste Spieltechniken, die man von einem Lehrer lernen kann.

Für Unterricht im Bodhránspiel oder Workshops für Bodhrán schau dich auf dieser Website nach einem Lehrer oder einer Lehrerin um! Für Bodhranunterricht in der Gruppe schau auch bei den Workshops!
Bodhrans kaufen kann man im Online-Shop von Folkfriends, wo es eine große Auswahl an professionellen und Einsteigermodellen gibt.


Body Percussion

Unter Body Percussion versteht man das rhythmische Spiel mit körper eigenen Mitteln. Zu diesen Zählen: Klatschen und Klopfen (in die Hände oder auf Koperteile), Fingerschnippen, Zungenschnalzen, Stampfen, Zähneklappern und was einem sonst noch so einfällt.
Verwendet wird Body Percussion entweder zur Begleitung von Gesang und Tanz (z.B. Flamenco) oder (leisen) Instrumenten, kombiniert mit anderer Body Music, wie zum Beispiel Beatboxing, oder solistisch (z.B. Schuhplattler), bzw. als reine Body Performance von mehreren Musikern.

Body Percussion wird auch von Musiklehrern auf dieser Website unterrichtet.






Bongos

Bongos sind zwei fest miteinander verbundene Einfelltrommeln mit röhrenförmigen oder leicht konischen Kesseln. Der Durchmesser der Fellseite beträgt 12–20 cm, die Höhe der Zargen 20–25 cm. Die Felle sind aufgenagelt oder werden durch eine Schraubvorrichtung stimmbar gemacht.

Ihr Klang ist hell und trocken.

Die Bongos werden vom Spieler zwischen die Knie geklemmt oder (im Orchester) auf einem Ständer befestigt. Sie können mit den Fingerkuppen, den Fingernägeln, mit dem Handballen oder mit Schlegeln gespielt werden, wobei Rand- und Fellschläge verschiedene Klangfarben ergeben.

Die Bongos sind afrokubanischer Herkunft. Sie werden hauptsächlich als Rhythmusinstrumente in der lateinamerikanischen Tanzmusik verwendet, zunehmend aber auch als Orchesterinstrumente eingesetzt.

Daher braucht man für Unterricht auf den Bongos nicht nach Kuba zu fliegen, sondern du findest auch im deutschsprachigen Raum viele Lehrer für Schlagzeug und Schlagwerk, die dir die Spieltechniken für die Bongos beibringen können. Halte auch nach Workshops Ausschau!


Boomwhackers

Boomwhackers sind idiophone Aufschlaginstrumente, welche mittlerweile meist aus Kunstoff gefertigt werden, ursprünglich aber aus recycleten Materialien wie beispielsweise Pappe bestanden. Es handelt sich dabei um Röhren, welche einen je eigenen Ton von sich geben, wenn sie angeschlagen werden.
Gespielt werden sie, in dem zwei oder mehr Boomwhackers gegeinander geschlagen werden, sie mit jeglichem Schlägel an- oder sie selbst gegen feste Materialen geschlagen werden. Dabei entstehen je nach Vorgehen andere Klangfarben. Es können auch mehrere Boomwhackers zu einem diatonischen Instrument ähnlich der Marimba zusammengefügt werden.
Es hat sich durchgesetzt, dass alle Röhren mit einem bestimmten Ton (jeglicher Tonlage) dieselbe Farbe tragen: c = rot, d = orange, e = gelb, f = hellgrün. g = dunkelgrün, a = blau, h = magenta. Dies dient vor allem dem Einsatz der Instrumente für pädagogische Zwecke, wie in der musikalischen Früherziehung, für welche sich das Instrumetn auf Grund seiner leichten spielbarkeit gut eignet. So lassen sich einfache Melodien auch durch die entsprehcenden Farben der anzuschlagenden Röhren darstellen. Darüber hinaus stellen die Farben oft ein Show-Element bei Aufführungen dar.







Bougarabou

Die Bougarbou ist eine westafrikanische Kelchtrommel aus Gambia. Sie besteht aus einem konischen Holzkorpus, der durch Riemen mit einer Kuhhaut bespannt ist. Ihr Klang ähnelt einer Conga und in ihrer Bauart der Djembe.
Ursprünglich wurde eine einzelne Bougarabou mit einer bloßen hand und einem Holzstock gespielt. Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderst hat sich allerdings in ganz Westafrika - vermutlich durch äußere Einflüsse - das Spiel auf Sets von drei bis vier Trommeln verbreitet.

Das Spiel auf der Bougarabou wird auch on Musiklehrern auf dieser Website unterrichtet.




Buk

Die Buk ist eine koreanische Trommel, die doppelseitig mit Tierfell bespannt ist. Die Bezeichnung buk ist koreanisch und war ursprünglich der Überbegriff für Trommel. Meist bezeichnet sie jedoch diese spezifische Trommelform, die ursprünglich aus China stammte und in koreanischen Zen-Klöstern gespielt wurde. Später wanderte die Buk nach Japan, wo sich die Spielform des Taiko entwickelte.

Gespielt wird die Buk in einem Ständer hängend, horizontal in einem Ständer liegend, oder es wird auf mehreren, unterschiedlich gestimmten Trommeln gespielt.

Im deutschsprachigen Raum gibt es vereinzelt Lehrer, die Buk oder Taiko-Trommeln unterrichten und/oder Workshops anbieten. Schau dich einfach auf dieser Website um!



Caixa

Die Caixa (portug. ‚Fach’, ‚Kiste’) ist die brasilianische Variante der Snare- oder Marching-Drum, also eine doppelseitig bespannte „kleine” Trommel mit Schnarrsaiten am Resonanzfell, wobei anstelle der Schnarrsaiten auch zwei bei vier einfache Saiten, vergleichbar zu Gitarrensaiten, angebracht sein können.
In unterschiedlichen Musikstilen wird sie auch Tarol, Malacacheta oder Caixa de guerra genannt.

Die Caixa unterscheidet sich von der normalen Snare oft durch den kleineren Durchmesser des Klangkörpers, der in der Regel 12 Zoll (30,5 cm) misst. Ihr Körper ist aus leichtem Metall, das Fell besteht aus Kunststoff.

Die Caixa ist ein wichtiges Instrument im brasilianischen Samba, Samba-Reggae, Maracatú und anderen Rhythmen, bei denen sie zusammen mit dem Chocalho, der Ganzá oder dem Reco-reco für den hellen rhythmischen Teppich der Bateria sorgt.

Willst du Caixa lernen oder auf Caixa umsatteln oder deine Spieltechnik verbessern, schau dich einfach auf dieser Website nach Unterricht bzw. Workshops um!


Cajón

Der Cajón (span.; [kaˈxɔn],  ‚Schublade’ oder auch ‚[Holz-]Kiste’), auf Deutsch auch Kistentrommel genannt, ist ein aus Peru stammendes Schlaginstrument, das wie eine Holzkiste aussieht. Es hat einen trommelähnlichen Klang und wird mit den Händen, vereinzelt mit Besen, gespielt. Ursprünglich wurde das Cajón beim Spielen zwischen die Schenkel geklemmt, während heute der Spieler meist auf dem Instrument sitzt. Wird ein Bass-Cajón als Bestandteil eines größeren Schlagzeugs gespielt bzw. geschlagen, wird dafür auch die Fußmaschine verwendet.

Ähnliche Kistentrommeln

Eine weitere traditionelle Kistentrommel ist die wesentlich kleinere Cajita, die schon eher den Klangcharakter eines Klangholzes hat. Eine relativ neue Entwicklung ist das Cajinto, es hat den Klangcharakter einer Snare-Drum. Der Batá-Cajón ist der afrokubanischen Batá-Trommel nachempfunden, besitzt aber statt der Trommelfelle Holzschlagflächen.

Unterricht

Willst du Cajón lernen oder dein Spiel verbessern, lass dir einige wichtige Spieltechniken von einem Lehrer für Schlagzeug oder Schlagwerk zeigen! Halte auch nach Workshops Ausschau!


Chimes

Chimes (engl., auch mark tree) sind ein Perkussionsinstrument, eine Art Mini-Röhrenglocken. Chimes bestehen aus einer Anzahl verschieden langer (meistens unter 25cm) Klangstäbe aus Metall. Diese sind eng nebeneinander hängend an einem Träger angebracht und werden zur Erzielung eines „einleitenden“ Klangeffekts vom höchsten zum tiefsten Stab (auch umgekehrt) in einem Zug mit einem Schlägel oder den Fingernägeln angeschlagen. Der eigentliche Ton entsteht dabei durch das Aneinanderschlagen der jeweils benachbarten Metallstäbe. Sie erzeugen so einen absteigenden Klang ähnlich dem einer Harfe, über deren Saiten man von oben nach unten fährt, aber mit einer metallischen Klangfarbe. Es gibt auch Chimes aus Holz, Bambus, Muscheln oder Glas, die dann entsprechend bezeichnet werden. Als Chimes werden im Englischen manchmal auch Röhrenglocken oder Glockenspiel bezeichnet.
Ihr wichtigstes Einsatzgebiet haben die Chimes im Jazz und in Pop-Balladen.




Conga

Die Conga ist eine einfellige Fasstrommel afrikanischen Ursprungs, die in Lateinamerika entwickelt wurde und besonders in der Tanzmusik weit verbreitet ist.
Die Conga ist eine 70–90 cm hohe Handtrommel aus Holz oder Fiberglas; der Durchmesser kann unterschiedlich groß sein. Die Form der Conga verjüngt sich von ihrer bauchigen Mitte nach oben und unten. Die Conga besitzt nur ein Schlagfell und ist damit an der Unterseite geöffnet. Die Bespannung besteht aus einer dickeren Tierhaut. In Lateinamerika wird fast ausschließlich Rind verwendet, in Europa und Nordamerika aus Preisgründen häufig Büffel.

Die Conga wird mit den ausgestreckten Fingern beider Hände gespielt oder mit den Handballen geschlagen. Meist wird sie zwischen den Knien gehalten, aber auch in einem Ständer montiert und gelegentlich sogar in doppelter und dreifacher Anordnung verwendet. Eine klangliche Differenzierung ergibt sich je nachdem, ob auf das Fell oder auf den Rand geschlagen wird.

Die Schlagtechniken für Conga kannst du bei einem Lehrer für Schlagzeug oder Schlagwerk lernen. Schau dich hier auf der Website um!


Darbuka

Die Darbuka (ar. ‏دربكة‎, DMG darabukka) ist eine einfellige Bechertrommel aus dem Nahen Osten und dem arabischen Nordafrika.

Unterscheide die Darbuka von:

  • Tombak: Bechertrommel in der klassischen iranischen Musik
  • Zerbaghali: Bechertrommel in der afghanischen Volksmusik
  • Djembé: Ähnlich geformte, größere Holztrommel aus Westafrika.

Die Darbuka besteht aus einem kelchförmigen Korpus, der traditionell aus Ton gefertigt und bei einfachen Instrumenten mit Ziegenhaut bespannt ist. In professionellen klassischen Orchestern werden Darbukas mit Fischhaut (besonders aus Rochen) verwendet. Moderne Darbukas sind oft aus Metall gefertigt, wobei die türkischen Modelle aus Aluminium-, Kupfer- oder Messingblech bestehen und die ägyptische Variante aus Aluminium gegossen wird. Die Trommelfelle sind dann meist aus Kunststoff, doch werden auch bei neueren Modellen Naturfelle verwendet, um einen wärmeren, bassigeren Ton zu erzielen, der sich von den hohen Klängen der Plastikfelle unterscheidet.

Darbukas werden meist im Sitzen auf dem linken Oberschenkel liegend gespielt und vom linken Unterarm und Handballen gehalten. Im Stehen werden sie unter eine Achsel geklemmt. Es werden alle zehn Finger benutzt. Die beiden grundlegenden Schläge, die eine Darbuka erzeugen kann, sind ein Basston (dum) als Grundschlag, der mit der ganzen rechten Hand in der Mitte zwischen Rand und Mittelpunkt gespielt wird, und ein feiner hoher Ton (tak), der mit den Fingern der linken Hand direkt am Rand gespielt wird. Davon können zahlreiche technische und klangliche Varianten abgeleitet werden.

Willst du diese Schlagtechniken erlenen, finde auf dieser Website einen Lehrer für Schlagzeug oder Schlagwerk, der sie dir beibringt!


Davul

Die Davul (türkisch), auch Dahol (kurdisch), ist eine zweifellige Rahmentrommel, die im gesamten orientalischen Raum verbreitet ist. In Osteuropa, wo sie vor allem in der Volksmusik der Balkanvölker verankert ist, wird sie Tapan (bulgarisch Тъпан) genannt, in anderen Regionen wiederum Tupan (z. B. Gorani-Sprache Nordwest-Iran).

Sie hat einen flachen hölzernen Korpus, der mit zwei unterschiedlichen Fellen bespannt ist. Der Spieler trägt sie an einem Riemen über der linken Schulter. Das höhere (rechte) Fell wird mit einer dünnen Gerte, das tiefere (linke) mit einem massiven Schlägel geschlagen.

Die Davul wird häufig mit dem Doppelrohrblatt-Instrument Zurna zusammen gespielt. Beide Instrumente begleiten auch den orientalischen Volkstanz Halay. Die Kombination aus einer Röhrentrommel und einem Blasinstrument vom Typ einer Surnai findet sich in vielen asiatischen Ländern. Über die Janitscharenmusik gelangte sie als große Trommel in die westliche Militär- und Orchestermusik. Bei der Erfindung des Jazz-Schlagzeugs stand sie Vorbild für die Bass-Drum.

Heutzutage findet man die Davul aufgrund ihres durchdringenden Klanges vermehrt auch in der Musik der Mittelalterszene.

Schau dich gerne auf dieser Website nach Workshops oder nach Lehrern um, um die Schlagtechniken für dieses Instrument zu lernen!


Djembé

Die Djembé ist eine einfellige Bechertrommel aus Westafrika, deren Korpus aus einem ausgehöhlten Baumstamm besteht.

Die Höhe einer Djembé beträgt üblicherweise etwa 60 Zentimeter, der Durchmesser ihrer Bespannung aus meist geschorenem Ziegenfell etwa 30 Zentimeter. Djemben werden nur mit den bloßen Händen angeschlagen und zeichnen sich durch ein umfangreiches Klangspektrum aus, dessen tiefe Bässe die Djembé der speziellen, kelchförmigen Gestalt ihres Korpus verdankt, der beim Djembéspiel als Helmholtz-Resonator wirkt.

Djemben werden sowohl als Solo- als auch als Ensembleinstrument eingesetzt. Die typische Besetzung eines Ensembles besteht dabei aus einer meist etwas höher als die anderen gestimmten Solo-Djembé, ein bis zwei Begleit-Djemben sowie ein bis drei Bass-Trommeln (genannt Dundun [tief], Sangban oder Sangba [mittel] sowie Kenkeni [hoch]).

Djembé lernen

Während für die meisten Europäer das Djembéspiel ein Hobby bleibt, ist ein traditioneller afrikanischer Trommler Berufsmusiker, der eine große Anzahl von Rhythmen und Tänzen kennt und sein Instrument perfekt beherrscht. Trommelschüler durchlaufen eine jahrelange Ausbildung. Da viele Stämme ursprünglich keine Laut- oder Notenschrift haben, werden die Rhythmen und Techniken nicht aufgeschrieben, sondern von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. Rhythmen lernt man dabei dort unter anderem durch Nachahmung oder das Nachsprechen von Silbenfolgen. So werden zum Beispiel Bassschläge oft mit „u“ (bum/dum), offenen Schläge mit „i“ (bi/di) und Slaps mit „a“ (ba/da) wiedergegeben.

Schau dich gerne auf dieser Website nach Workshops und Unterricht um!


Dunun

Dunun (oder Dundun) sind westafrikanische Trommeln mit zylindrischem oder stundenglasförmigem Korpus aus Holz, der an beiden Seiten mit Naturfellen aus Kuh- oder Ziegenhaut bespannt ist. Gespannt werden die Felle durch Lederiemen. Gespielt werden die Trommeln mit einem - je nach Region unterschiedlich geformten - Stock oder Schlegel und stets in einem Ensemble mit Dejembes.
Dunun-Trommeln gibt es in drei Größen, die kleine Kenken, die mittlere Sangban und die große Dundunba. Die Trommeln können aufrecht auf einem Gestell stehen, auf dem Boden liegen oder mit Hilfe Eines Schultergurtes an der Hüfte getragen werden. Traditionell ist am Rand der Dundun noch eine Glocke angebracht, die mit der bloßen Hand angeschlagen wird.

Das Spiel auf den Dununs wird auch von Musiklehrern auf dieser Website unterrichtet. Wenn du Interesse hast, schau dich am Besten einmal hier um!




Eine weitere Trommel kommt (auch im wörtlichen Sinn) ab 4:00 hinzu.


Glockenspiel

Im weiteren Sinne bezeichnet man mit Glockenspiel verschiedenste Schlaginstrumente, deren gemeinsames Merkmal das Anschlagen von verschieden geformtem Metall mit Hämmern oder Klöppeln ist.

  • Aus echten Glocken, chromatisch oder diatonisch gestimmt, besteht das Carillon oder Turmglockenspiel, das sich typischerweise in einem Turm oder einem eigens errichteten Bauwerk befindet.  Wie die Röhrenglocken („Orchesterröhrenglockenspiel”) , die jedoch röhrenförmig sind, ist das Carillon konzertant spielbar, durch einen Spieler oder mechanisch (etwa mittels einer Walze oder durch elektronische Steuerung). 
  • Turmglockenspiele in Spieluhr-Form befinden sich aus historisch technischen Gründen häufig an astronomischen Uhren oder in Verbindung zu Glockentürmen. Im Gegensatz zum Carillon dienen sie in der Regel nicht dem manuellen Spiel. Die Tonerzeugung erfolgt im Gegensatz zur Spieldose durch Anschlagen von Glocken, nicht mittels Zungen.
  • Das traditionelle chinesische Glockenspiel 編鐘 / 编钟 biānzhōng besteht aus einem Satz melodisch gespielter Bronzeglocken.
  • Eine relativ neue Entwicklung sind die Aluphone-Schlaginstrumente, die aus gestimmten Aluminiumglocken aufgebaut sind, so zum Beispiel die an ein Vibraphon erinnernden Konzertglocken (groß und klein, mit und ohne Dämpfung), die beispielsweise 2012 bei der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in London von Evelyn Glennie gespielt wurden. Weitere Formen von Aluphone-Glocken sind Solo- und Handglocken, Glockenbäume, Hängeglocken sowie die für das Drum Set entwickelten Drum Bells und Drum Bell Trees. 
Last but not least, sehr häufig verstehen wir unter dem Glockenspiel ganz einfach ein kleines Metallophon, also ein Stabspiel, das aus gestimmten Metallplatten verschiedener Größen besteht, die mit Schlägeln angeschlagen werden. Meist beträgt der Tonumfang bis zu zweieinhalb Oktaven in einer hohen Lage.
Für dieses Instrument wurde sogar in vielen Sprachen, unter anderen dem Englischen, Französischen, Spanischen und Italienischen, die deutsche Bezeichnung glockenspiel entlehnt!
Auch Carl Orff hat verschiedenen Formen von Metallophonen, darunter verschiedene Formen von Glockenspielen, in sein Schulwerk aufgenommen. Man kennt das Glockenspiel in der Form des Stabspiels auch als Kinderspielzeug bzw. als Einsteigerinstrument in der musikalischen Früherziehung.
In Orchestern der westlichen Kunstmusik werden gelegentlich, etwa bei Mozart (Die Zauberflöte) oder Wagner, Klaviaturglockenspiele verwendet, aus denen sich später die Celesta entwickelte.
In Marschkapellen trifft man dagegen Glockenspiele in Lyraform an.




Hang

Das Hang (Berner Deustch für Hand) ist entgegen seiner Erscheinung ein recht junges Instrument. Es wurde erst im Jahre 2000 in Bern erfunden. Das Hang besteht aus zwei Wok ähnlichen Stahlhalbkugeln, die aufeinandergesetzt sind. In der oberen Hälfte (Ding-Seite) sind sieben oder acht kleinere Einbuchtungen (Tonfelder) kreisförmig um eine in der Mitte liegende Ausbuchtung (Kuppelton) eingehämmert. Die untere Hälfte (Gu-Seite) weist lediglich eine große Höhlung in der Mitte auf, wie die Backform eines Napfkuchens.
Gespielt wird das Hang mit der ganzen Hand oder den Fingern (je nach Stil des Musikers). Dabei geht es aber nicht um kraftvolle Percussion, sondern um ein gefühlvolles Anschlagen des Instrumentes. Das Hang wird entweder senkrecht oder vagerecht auf dem Schoß gehalten. Je nach dem wo und wie man das Hang anschlägt, gesellen sich verschiedene Töne und Klänge zum tiefen, Gong ähnlichen Grundton des Instrumentes.
Im Laufe der Zeit wurde das Hang stetig weiterentwickelt und verfeinert. So entstanden Unterformen wie das Gudu-Hang, welches eine zusätzliche verschließbare Öffnung an der Unterseite trägt, und das sogenannte integrale Hang, welches eine leicht ovalere Form und eine kleine Kuppel für den Kuppelton hat.

Wenn du Hang im Unterricht spielen lernen möchtest, kannst du auf dieser Webside nach geeigneten Lehrern suchen.




Kastagnetten

Kastagnetten (Spanisch Castañuelas = Kastanchen) sind ein kleines Idiophon und gehören zu den Gefäßklappern. Es handelt sich dabei um kleine, muschelförmige Schalen aus Hartholz oder Kunststoff, welche durch ein Band am Fuß durch eine Kordel locker verbunden sind. Über diese Kordel werden die Kastagnetten am Daumen oder Mittelfinger einer Hand getragen und mit den übrigen Fingern gegeneinander geschlagen.
Ursprünglich aus dem Orient stammend und in ähnlicher Form schon im antiken Mittelmeerraum bekannt, verbindet man Kastagnetten heute vor allem mit der spanischen und süditalienischen Tanzmusik. Im Orchester werden vor allem sogenannte Stielkastagnetten eingesetz, bei denen die Schalen an einem Holzstielbefestigt sind, welcher als Griff dient. In dieser Form ist die Klapper einfacher zu spielen, aber auch deutlich ärmer an Klangvariationen.

Unterricht für das Spiel der Kastagnetten wird auch von Musiklehrern auf dieser Website angeboten.




Klangschale

Klangschalen sind idiophone Schlaginstrumente, welche nicht primär als Musikinstrument, sondern viel mehr in westlichen Kulturkreisen zu Klangmassagen, Klangtherapien und zur Meditation eingesetzt werden. In Asien wurden sie traditionell als Geschirr verwendet.
Sie bestehen aus einer Kupfer-Zink-Legierung und weisen eine mannigfaltige Gestalt auf. Gewöhnlich haben sie jedoch einen relativ flachen Boden und einen leicht nach innen weisenden Rand. An und auf diesem wird die Klangschale mit Hilfe eines Holzklöppels (mit oder ohne Filzbeschichtung) zum Klingen gebracht, indem entweder darauf herumgerieben wird - man denke an das Spiel mit den Fingern auf dem Rand eines Weinglases - oder indem sie leicht angeschlagen wird. Auf diese Weise ist die Klangschale z singenden und gongartigen Klängen fähig.

Wer sich für Klangschalensitzungen Interessiert, kann auf dieser Website enstprechende Meister finden.




Kleine Trommel / Snare

Die kleine Trommel (Snare oder auch Side Drum) ist eine beidseitg mit Fell bespannte Trommel, deren Korpus sehr schmal ist (etwas schmaler und sie könnte als Rahmentrommel bezeichnet werden). Meist tritt sie als ein Bestandteil im Schlagzeug auf, begann aber ihre bis heute währende Karriere in der Marschmusik, wo sie vom Musiker einzeln bespielt wird.
Charakteristisch für die kleine Trommel ist der Schnarrteppich unter dem Fell, der - sofern er zugeschaltet ist - dem Klang der Membran ein Rasseln hinzufügt, welches der Trommel den englischen Namen Snare Drum einbrachte.
Gespiellt wird auf der Snare Drum je nach Musikstil und gewünschtem Effekt mit Stöcken oder Besen, seltener mit Schlägeln. Wird sie im Schlagzeug verwendet, sitzt der Schlagzeuger in der Regel direkt vor der kleinen Trommel. Wird sie allein gespielt, wird sie oft im Stehen oder Marschieren an einem Gurt getragen.
Der Korpus der Snare kan aus Holz oder Metall sein, die Felle sind mittlerweile meist aus Kunststoff und werden mit Metallrahmen und Stellschrauben gespannt. Der Schnarrteppisch besteht entweder aus einer Reihe von Metallspiralen oder aus Nylonsaiten und kann über einen Hebel unter das Fell gehoben oder von ihm weg bewegt werden.

Wenn du gern auf der kleinen Trommel spielen lernen möchtest, schau dich am Besten einmal auf dieser Website um, wo einige Musiklehrer Unterricht dafür anbieten.




Kpanlogo

Die Kpanlogo ist ein Schlaginstrument aus der Familie der Fasstrommeln. Es kommt aus Ghana, wo es besonders zur Begleitung des gleichnamigen Tanzes eigesetzt wird. Die Kpanlogo unterscheidet sich von der Conga duch ihre etwas kleinere Größe und dadurch, dass ihr Fell mit Hilfe mehrerer Pflöcke über die Trommel gespannt wird, die schräg vom Klangkörper abstehen.
Genau wie die Conga wird auch diese Trommel meist mit den Händen gespielt. Sie kommt in der Regel in Begleitung von mehreren kleinen Percussionsintrumenten wie der Doppelglocke Gankogui zum Einsatz. Gespielt wird die Kpanlogo, indem sie leicht schräg - damit das Schallloch am Boden nicht verdekct wird - zwischen den Knien und den Füßen eingeklemmt wird.

Das Spielen auf der Kpanlogo wird auch von Musiklehrern auf dieser Webside unterrichtet.





Landsknechtstrommel

Die Landsknechtstrommel (Rührtrommel oder Leinentrommel) ist eine starke Vergrößerung der Zylindertrommel, welche überwiegend in der Musik der Söldnerheere des 15. und 16. Jahrhunderts eingesetzt wurde. Sie war bis zu 75cm hoch und hatte einen Durchmesser von etwa 50 cm. Ihr Korpus war aus Holz und die beiden Naturfelle wurden mit Leinenriemen über die Öffnungen gespannt und waren mit einer Schnarrsaite versehen.

Wenn du dich für das Spiel auf der Landsknechtstrommel interessierst, schau dich doch mal auf dieser Website um. Einige Musiklehrer bieten auch Unterricht für diese Trommel an!






Löffel

Löffel sind ein paarweise verwendetes Perkussionsinstrument, die zur Gruppe der Gegenschlagidiophone gehören. Ihr Klang ähnelt dem von Kastagnetten. Sie werden überwiegend in der Volksmusik und zur Tanzbegleitung verwendet.

In Irland entwickelte sich das Löffelspiel ("Playing the spoons") aus dem Spielen von Knochen ("Playing the bones"), genauer gesagt, vom Aufeinanderschlagen der konvexen Seiten zwei Schafsrippenknochen. 

Techniken

  1. Ein Löffelpaar wird so gehalten, dass sich die konkaven/gewölbten Seiten gegenüber liegen. Ein Finger ist zwischen die Löffelgriffe gespreizt, um die Löffel auf Abstand zueinander zu halten. Wenn man das Löffelpaar anschlägt, treffen die Löffel scharf aufeinander und springen dann in ihre Originalposition zurück. Typischerweise werden die Löffel gegen das Knie und die Handfläche geschlagen. Die Löffel können auch gegen Finger und andere Körperteile geschlagen werden, damit der Klang variiert oder um Showeffekte zu erzielen.
  2. "Salatservier-Stil": Ein Löffel wird zwischen kleinen Finger, Ringfinger und Mittelfinger genommen, der andere zwischen Ringfinger, Daumen und Zeigefinger, und zwar so, dass sie mit dem Ringfinger als gemeinsame Achse bewegt werden können. Die konvexen Löffelseiten können aufeinandergeschlagen werden, indem die Finger, vor allem der Mittelfinger und Daumen, zusammengebracht werden.
  3. Kastagnettenstil: Jeweils zwei Löffel in eine Hand; eine wird vom Daumen nach unten gehalten, eine zwischen Ring- und Mittelfinger.
  4. Ein Löffel wird in die linke Hand genommen, der andere wird unterm dem Armband der Armbanduhr eingeklemmt. Auf der rechten Hand werden die Löffel aufeinandergeschlagen.
  5. Bei der traditionellen russischen Musik werden meistens drei Löffel benutzt, wobei ein Löffel gegen zwei andere geschlagen wird.
Klang

Der Klang der Löffel hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen bestimmt das Material, aus dem die Löffel hergestellt sind, die klanglichen Eigenschaften. Die Metalllöffel klingen härter und heller als die Holzlöffel. Bei den Holzlöffeln ist die Holzart für den Klang mitentscheidend. Zum anderen hängt der Klang von der Technik des Spielers ab. So kann man vor allem bei den Holzlöffeln einen hellen und offenen oder einen dunklen und gedämpften Klang erzeugen. Auch die Löffelgröße bestimmt den klanglichen Charakter.

Verbreigung

Löffel als Musikinstrument sind in der russischen Volksmusik unter dem Namen Loschki (russ. Ло́жки) verbreitet. Dort wurden sie bereits im 18. Jahrhundert von den Bauern zur Begleitung von Gesang benutzt. Dabei wurden die Löffel meist bei den Festmählern zweckentfremdet und aus der Laune heraus als Perkussion benutzt. Ab dem 19. Jahrhundert fertigte man extra fürs Musizieren vorgesehene Löffel an. Diese fanden Verwendung in den folkloristischen Gesangs- und Instrumentalensembles Russlands.

In der ländlichen türkischen Volksmusik werden Löffel (kaşık) aus Holz meist paarweise in jeder Hand zur Tanzbegleitung gespielt, teilweise als einziges Rhythmusinstrument oder in Verbindung mit der Rahmentrommel Davul. Holzlöffel kommen schwerpunktmäßig im westlichen Zentralanatolien zum Einsatz und gelegentlich bei den an der Ägäisküste verbreiteten Zeybek-Tänzen. Aus der städtischen türkischen Unterhaltungsmusik sind Löffel heute verschwunden. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert waren Löffel verbreitet, deren türkischer Name çarpara vom persischen chahār para („vier Teile“) abstammte. In persischen Quellen sind chahār para seit dem 12. Jahrhundert abgebildet, deren Form und Funktion etwa den indischen karatāla (abgeleitet von den antiken crotales), den türkischen Derwisch-Klappern chalpara oder den qarāqib im Maghreb entsprechen.

Löffel findet man außerdem in der amerikanischen Volksmusik. Im indonesischen Gamelan wird ein kemanak genanntes löffelähnliches Schlagidiophon aus Bronze verwendet. Manche kemanak haben eine stark nach innen gebogene Form und werden daher zu den Schlitztrommeln gezählt.

In der alpenländischen Volksmusik oder etwa bei der Löffelpolka werden Löffel verwendet. Es gibt spezielle Musiklöffel aus Holz, die am Griffende miteinander verbunden sind und entweder selbst hergestellt oder im Musikalienhandel gekauft werden.

Unterricht

Suchst du eine Lehrerin oder einen Lehrer, der dir verschiedene Techniken zum Spiel der Löffel beibringt, schau dich doch hier auf der Website nach Unterricht bzw. Workshops um!

Demo-Video: Nach 52 Sekunden starten die Erklärungen und Anleitungen!


Lyra

Als Lyra werden unter anderem drei verschiedene Instrumente bezeichnet:
1. ein Zupfinstrument aus der Familie der Leiern
2. ein Streichinstrument
3. ein militärisches Schlaginstrument aus der Familie der Metallophone

1. Zupfinstrument

Die Lyra ist ein aus der Antike bekanntes Zupfinstrument aus der Familie der Leiern, welches mit der Harfe verwandt ist. Ihre Gestalt hat sich im Laufe der Jahrhunderte und mit der Verbreitung in ganz Europa sehr verändert. Generell besteht sie aber aus einem hölzernen Resonanzkörper, der heutzutage ganz verschiedene Formen aufweisen kann, im antiken Griechenland (Chelys) jedoch gewöhnlich aus einem Schildkrötenpanzer mit einer Decke aus Tierhaut bestand. Von diesem Resonanzkörper stehen oben zwei hölzerne, gelegentlich hohle Arme ab, die oftmals oben nach außen gebogen und stets durch ein Joch verbunden sind. In der Antike bildeten häufig Tierhörner diese Arme. Von Wülsten oder Wirbeln am Joch und über einen Steg auf der Decke des Resonanzkörpers sind anfänglich drei bis vier, später auch bis zu sieben oder mehr Saiten gespannt. Die Spannweise ist der bedeutendste Unterschied zu den Harfen, bei denen die Saiten direkt auf der Decke des Korpus angebracht sind.
Gespielt wird die Lyra im Sitzen und wird entweder aufrecht in den Schoß gestellt oder quer unter einen Arm genommen. Eine Hand streicht die Saiten mit einem Plektron, die andere Hand dämpft mit den Fingern die Saiten, welche nicht zum jeweiligen Akkord gehören. Vermutlich wurden auch einzelne Saitengezupft, sicher belegt ist dies jedoch nicht.






2. Streichisntrument


Auf dem Balkan - nicht zuletzt in Griechenland (Kreta, daher auch kretische Lyra genannt) - versteht man heute unter Lyra meist eine kleine Kurzhalslaute, mit einem Korpus in der Form einer gehälteten Birne. Sie hat drei bis vier Saiten, die über einen flachen Steg gespannt sind, sodass mit dem Bogen auch mehrere Saiten zugleich gestrichen werden können. Oft erschallt dabei eine/die Mittlere Saite als Bordun. Einen Hals im eigentlichen Sinn besitzt die Lyra kaum. Das kurze Griffbrett sitzt überwiegend direkt auf dem schmalen Ende des Korpus.
Beim Spielen wird des Instrument aufrecht und mit der Forderseite vom Spieler abgewandt auf den Schoß gestützt. Die Saiten werden mit den Fingernägeln gegriffen. Die kretische Lyra ist ein wichtiges Instrument der Volksmusik und wird meist vom Sänger selbst gespielt. Sie ist in Gestalt und Funktion mit der türkischen Kemence verwandt.



3. Schlaginstrument

Als Schlaginstrument wird die Lyra (oder das Glockenspiel) vor allem im Militärwesen für Marschmusik eingesetzt. Zwar ähnelt der Rahmen dem antiken Zupfinstrument, doch fehlen im Saiten und Klangkörper. Stattdessen weißt diese Lyra einige metallene Klangstäbe auf, auf welche mit einem Hartgummi-, Holz- oder Kunststoffschlägel geschlagen wird. Es ist also ein Metallophon mit hohem, durchdringenden Klang. Die Zahl der Plättchen reicht von 22 (Bass-Lyren) bis 27 und es gibt sowohl diatonische (einreihig), als auch chromatische Lyras (zweireihig) in C-, Ces- und  B-Stimmung. Oft weist das Glockenspiel am unteren Ende des Rahmens noch eine Haltestange auf, da dieses Instrument meist nicht im Sitzen, sondern während eines Marsches gespielt wird.




Wenn du eines dieser Instrumente mit demNamen Lyra spielen lernen möchtest, schau dich doch einfach mal auf dieser Website nach Musiklehrern um, die dir jeweils geeigneten Unterricht geben können!


Marimba

Die Marimba (auch Marimbaphon) ist ein Aufschlagidiophon aus der Familie der Stabspiele, eng verwandt mit dem Xylophon, dessen Klangerzeugungsprinzip sie übernommen hat, und dem Vibraphon, welchem sie wiederum zu den Resonatoren verhalf.
[Für das zum Teil homonym benannte Lamellophon aus Afrika siehe Kalimba.]
Die Marimba verfügt über eine hohe Zahl an hölzernen Klangstäben, welche über darunter liegende einzelne, meist metallene Resonanzkörper in Röhrenform oder im Fall der Bass-Marimba in Form von Helmholz-Resonatoren verstärkt werden.
Das Instrument stammt aus Afrika, wo es in vielen verschiedenen Formen auftritt, und ist das traditionelle Instrument Guatemalas, wo die Resonanzkörper traditionell aus Kalebassen bestehen. Tatsächlich ist die Marimba mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet.

Wenn du auch Marimba spielen lernen möchtest, schau dich doch einmal auf dieser Website um, hier bieten einige Musiklehrer Unterricht dafür an.






Maultrommel

Die Maultrommel ist eines der ältesten Instrumente der Welt. Seine älteste Darstellung stammt aus dem China des vierten Jahrhunderts vor Christus. Tatsächlich ist sie aber auf der ganzen Welt verbreitet (gewesen). Es gibt Maultrommeln in vielen verschiedenen Formen, von einem einfachen Holzstäbchen bis hin zu einem fein abgestimmten Instrument aus Metall. Das Grundprinzip der Tonerzeugung ist jedoch stets dasselbe. Eine Zunge wird zwischen den Zähnen eingeklemmt und mit den Fingern zum Vibrieren gebracht. Der Mundraum dient dabei als Klangkörper und kann durch Formveränderungen den Ton beeinflussen. Allerdings ist der Tonumfang dadruch sehr begrenzt - was die Maultrommel für einen großen Zeitraum von der Bildfläche hat verschwinden lassen. Das Instrument selbst ist eintönig, verfügt aber über einige Obertöne. Länge, Dicke, Breite, Form und Elsatizität bestimmen den Grund des Instruments.
Die heute verbreitetste Form der Maultrommel ist ein Metallbügel, zwischen dessen parallel aneinanderlaufenden Enden eine feine Metallzunge angebracht ist. Maultrommeln sind vorwiegend Soloinstrumente, die sich auf Grund ihrer Größe problemlos überall mithinnehmen und spielen lassen. Sie finden in den letzten Jahrzehnten aber auch wieder vermehrt Beachtung durch moderne Musikrichtungen mit Folkeinschlag.

Wenn du auch gern Maultrommel spielen lernen willst und dafür Unterricht nehmen möchtest, schaue dich am Besten einmal auf dieser Website um. Hier wirst du geeignete Musiklehrer finden.









Mazhar

Die Mazhar ist eine arabische Rahmentrommel (Tambourin), die eng mit der Riq verwandt ist. Sie ist jedoch in jeder baulichen Hinsicht deutlich größer. Gewöhnlich besteht die Mazhar aus einem Holzrahmen, welche rmit einer Tierhaut bespannt ist. Sie hat in der Regel acht Paare Schellen.
Eine typische Spielweise dieser Trommel ist heftiges Schütteln, welches die Schellen zum Rasseln bringt.

Das Mazhar-Trommeln wird auch von Lehrern auf dieser Website unterrichtet. Wenn du Interesse hast, schau dich gern einmal hier um!





Metallophon

Das Metallophon ist ein idiophones Klangstabspiel, welches im Aufbau sehr an ein Xylophon erinnert, bei dem ebenfalls gestimmte Stäbe über einem Holzrahmen oder Holzkasten angeordnet sind. Allerdings sind die Klangstäbe beim Metallophon nicht aus Holz, sondern dem Namen gemäß aus Metall. Diese werden mit Klöppeln angeschlagen.
Spezielle Formen des Metallophons sind das Vibraphon und das Glockenspiel.

Musikunterricht für Metallophon wird auch von Musiklehrern auf dieser Website angeboten!


Pandeiro

Das Pandeiro ist ein in Brasilien verbeitetes Schlaginstrument, welches sehr einem Tambourin gleicht, sich von diesem jedoch durch die Anordnung der Schellen unterscheidet. Bei dem Pandeiro sind die Innenseitend er Schellen einander zugewand und häufig noch durch eine Scheibe von einander getrennt. Beide Maßnahmen dämpfen den Klang der Schellen, was dem Percussionisten bessere Einflussmöglichkeiten bietet. Das Fell kann eine Tierhaut sein, was dem Instrument einen tieferen Klang verleiht, oder aus Kunststoff.
Das Pandeiro lässt sich durch eine Vielzahl von Schlagtechniken sehr Umfangreich spielen. Geübte Musiker können den Eindruck erwecken, sie würden auf einem winzigen Schlagzeug spielen. Die Trommel wird üblicherweise mit einer Hand waagerecht vor dem Körper gehalten, während die andere Hand darauf schlägt. Dabei sind der Kreativität keine musikalischen Grenzen gesetzt. Es kann mit den Daumen, den Fingern oder nur den Fingerspritzen, mit dem Handballen oder der ganzen Hand auf das Fell geschlagen, bzw. der Ton unterschiedlich stark gedämpft werden. Eine weitere Technik ist, das Pandeiro durch leichtes Schütteln gegen die Finger zu prellen, wobei die Schellen zum Rasselngebracht werden. Klanglich bietet die Trommel ein breites Spektrum von tiefen, schwingenden Tönen, bis hin zu einem hohen Slap.
Zum Einsatz kommt das Pandeiro in Musikrichtungen wie Samba, Choro, Pagode und in eher eifnacher Spielweise beim Capoeira.

Wenn du dich für Musikunterricht am Pandeiro interessierst, kannst du auf dieser Website geeignete Musiklehrer finden. Schau dich gern einmal um!







Pauke

Die Pauke (Kesseltrommel) ist ein Vertreter der Membranophone, eine Trommel also. Ihr Tonerzeugungsprinzip beruht auf einer sogenannten Membran (Fell), in ihrem Fall aus Tierhaut oder Kunststoff, die über einen großen, fast halbkugelförmigen Kupferkessel als Resonanzkörper gespannt ist. Diese wird mit einem großen Schlägel mit - je nach gewünschtem Klang - Filz-, Flanell-, Leder, Kork- oder Holzkopf angeschlagen und zum Schwingen gebracht. Dass es sich um einen Kupferkessel handelt, ist zwar üblich, aber nicht zwingend. Historisch sind auch andere Formen bekannt und bis heute werden auch andere Materialien wie Kunststoff, Holz oder Aluminium verwendet. Auch ist der Kessel nicht alternativ zum Kochen geeignet, da er am Boden eine Schalloch aufweist, durch welches der Luftaustausch beim Schwingen der Membran gewährleistet ist.
Die Tonhöhe der Pauke lässt sich wie bei anderen Membranophonen durch Verstellen der Fellspannung ändern. Für die Pauke wurden dazu jedoch verschiedene Mechanismen entwickelt, welche sogar das Verstellen der Tonhöhe während des Stückes ode rgar während des Spielens ermöglichen. Nach diesen Stimmmechanismen werden die verschiedenen Paukentypen eingeteilt:
Die älteste Mechanik stellen Stellschrauben am Rahmen der Schraubenpauke dar. Auf sie folgte ein Instrument, welches über eine Kurbel und über Hebel stimmbar war (Kurbel-Hebel-System), die sogenannte Maschinenpauke. Die Wiener Pauke verfügt bloß noch über einen Hebel, über welchen der Kessel gegen das Fell gedrückt oder von diesem gelockert wird, sodass sich die Fellspannung ändert. Das System der Pedalpauke ermöglicht eine stufenlose Stimung über mit den Füßen bedienbare Pedale (wie der Name schon sagt), sodass der Musiker beide Hände frei behält und während des Spielens umstimmen kann. Auf diese Weise wird der sogenannte Glissando-Wirbel möglich, bei dem die Tonhöhe fortlaufend verändert wird.
Im Prinzip ist eine einzelne Pauke natürlich bereits spielbar, meist erfordern es die jeweiligen Stücke aber, mehrere Pauken gleichzeitig zu verwenden, um verschiedene Töne augenblicklich verfügbar zu haben. Bis zu zehn Pauken werden dabei von einem einzigen Paukisten bedient, bei größerer Zahl kommen stetig mehr Musiker zum Einsatz.
Die Pauke ist vorwiegend ein Instrument der klassischen Musik, findet immer wieder aber auch in anderen Musikrichtungen Verwendung.

Wenn du selbst gern Paukist werden und die Pauke spielen möchtest, dann schau dich doch mal auf dieser Website um, hier bieten verschiedene Musiklehrer Unterricht an diesem Instrument an.





Percussion

Percussion ist das Spiel verschiedener Schlag- und Effektinstrumente, welches vor allem dem Erzeugen von Rhythmus und der Verzierung dient. Sie kann bereits allein als musikalische Darbietung oder als Begleitung von Tanz erfolgen, liefert aber insbesondere in Ensembles das rhythmische Grundgerüst.
Auf spezielle Instrumente beschränkt ist die Percussion nicht. Zwar gibt es Instrumente, die sich ausschließlich für den perkussiven Einsatz eignen, umgekehrt gibt es aber viele Melodie- und Harmonieinstrumente, auf denen ebenfalls Percussion gespielt werden kann - beispielsweise auf dem Korpus eines Kontrabasses oder mit den gedämpten Saiten einer Gitarre. Percussion ist noch nicht einmal auf ein Instrument beschränkt, sondern kann auch über den menschlichen Körper erfolgen. (siehe Beatboxing, Body Percussion).
Vertreter moderner Musikstile, in denen ein Schlagzeug zum üblichen Repertoire eines Ensembles gehört, unterscheiden häufig zwischen diesem und der eigentlichen Percussion (oder Kleinpercussion). Diese Unterscheidung ist jedoch uneigentlich, da ein Schlagzeug aus einer Ansammlung von Perkussionsinstrumenten besteht, nicht selten sogar unter anderem aus solchen, die der Kleinpercussion zuzurechnen wären (beispielsweise der Holzklotz oder die Kuhglocke).

Percussion wird auch von Musiklehrern auf dieser Website unterrichtet. Bei Interesse am Besten gleich einmal umschauen!




Rahmentrommel

Rahmentrommel ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl an verschiedenen Trommeln aus aller Welt, welche lediglich den groben Grundbau gemein haben. Das Prinzip der Rahmentrommel ist eines der ältesten der Welt, frühe Formen sind schon aus Mesopotamien von 7000 v. Chr. bekannt.
Eine Rahmentrommel besteht aus einem Holz-, Metall- oder Kunststoffrahmen in unterschiedlichsten Größen, welcher meistens rund ist, aber auch eckig sein kann. Dieser Rahmen ist in der Regel von nur einer Seite mit einem Fell aus Tierhaut oder Kunststoff bespannt, wobei es mehrere Techniken der Bespannung gibt. Bei manchen Trommel wird das Fell lediglich durch Erhitzen und Abkühlen auf dem Rahmen befestigt, bei anderen durch überkreuzte Lederriehmen auf der anderen Seite des Rahmens gespannt . In modernen Varianten gibt es auch Fassungen mit Stimmschrauben. Einige Arten von Rahmentrommeln sind mit Schellen versehen, manche enthalten Füllmaterial, welche das Instrument zum Rasseln bringen.
Allen gemeinsam ist jedoch, dass der Rahmen stehts kleiner ist, als der Felldurchmesser - meist erheblich kleiner, sodass der Rahmen mit einer Hang gegriffen werden kann. Gespielt wird die Rahmentrommeln mit den Händen (bzw. Fingern) oder einem Schlägel. Es kann sowohl auf das Fell, als auch auf den Rahmen geschlagen werden. Sofern entsprechende Ergänzungen vorhanden sind, kann auch das Schütteln eine Technik zum Spielen einer Rahmentrommel sein.

Wichtige Vertreter der Rahmentrommel sind:
das Tambourin
die Riq
das Pandeiro
und die Schamanentrommel

Wenn du gern auf der Rahmentrommel spielen lernen möchtest, empfehlen wir dir, dich aucf dieser Website einmal nach geeigneten Musiklehrern umzusehen!





Repinique

Die Repinique (oder kurz Repique) ist eine kleine, zylindrische Trommel aus der brasilianischen Samba-Percussion, in der Größe vergleichbar mit der Tom-Tom. Aus den 1950er Jahren stammend ist sie ein recht junges Instrument, welches Ursprünglich aus Holz gebaut und mit Ziegenhaut bespannt war, mittlerweile aber aus Metall gefertigt wird und mit Kunstoff bespannt ist.
Gespielt wird die Repinique entweder mit einer Hand und einem leichten Holzschlägel, zwei leichten Holzschlägeln oder mit zwei dünnen Holz-, bzw. Plastikpeitschen.Häufig wird die Repinique als Lead-Instrument der Percussionsgruppe eingesetzt oder sogar solo.

Wenn du Interesse am Repinique-Spielen hast, bist du auf dieser Website richtig, hier bieten einige Musiklehrer Unterricht dafür an!






Riq

Das Riq (oder Riqq, Rik) ist ein Tambourin aus dem arabischen Raum. Traditionell wird der hölzerne Rahmen mit einer Fischhaut bespannt. In heutger Zeit kann der Rahmen aber auch aus Metall bestehen und als Fell dient meist eine Ziegenhaut oder gar Kunststoff. Ein Riq hat acht bis zehn Paare von Schellen, von den je zwei übereinander angebracht sind. Die Schellenpaare sind mit den Innenseiten einander zugewandt.
Das Riq wird sowohl in der arabischen Folklore, als auch in der dortigen Klassik verwendet. Ein Riq-Trommler spielt sein Instrument häufig mit vollem Körpereinsatz, indem er es hoch über dem Kopf schüttelt und langsam bis zu den Knien senkt.

Wenn du Riq trommeln lernen möchtest, schau dichruhig einmal auf dieser Website um. Dort findest du geeigneten Musikunterricht.





Schamanentrommel

Bei der Schamanentrommel handelt es sich um eine einfache Rahmentrommel, die meist mit einem weichen Schlägel, gelegentlich aber auf mit der bloßen Hand gespielt wird. Traditionell wird das Fell über den einfachen Rahmen gespannt, indem es über diesen hinausgezogen und durch sich überkreuzenden Lederiemen zusammengezogen wird, an denen sich das Instrument anschließend unter Umständen auch halten lässt.
Verwendung findet das den Trommeln der Schamanen der nordamerikanischen Ureinwohner nachempfundene Instrument vor allem bei rituellen und meditativen Anlässen, taugt aber auch zur percussiven Begleitung ruhiger Musik.

Wenn du dich für Schamanentrommeln und ihr Spiel interessierst, schau dich doch mal auf dieser Seite um. Du wirst Musiklehrer und Schamanen finden, die dir Unterricht und Kurse geben können.





Schlagzeug

Das Schlagzeug ist eine in vielen Musikrichtungen zum Standard gewordene Ansammlung von verschiedenen rhythmischen Schlaginstrumenten, die zu den Idiophonen und Membranophonen gehören. Im Wesentlich besteht es aus meist beidseitig bespannten Trommeln und Becken.
Eine festgelegte Zusammenstellung der Bestandteile gibt es nicht, viel mehr variiert diese je nach Musikstil und Vorlieben des Schlagzeugers. Folgende Bestandteile können jedoch als Grundausstattung angesehen werden, aus welcher ein Schlagzeuger schöpfen kann:
Die kleine Trommel befindet sich auf einem eigenen Stativ vor dem sitzenden Schlagzeuger. Sie ist häufig mit einem zuschaltbaren Schnarrteppich oder mit Schnarrsaiten ausgestattet und wird daher auch mit dem englischen Ausdruck Snare bezeichnet. Zu seinem rechten Fuß befindet sich die größte und tiefste Trommel des Schlagzeugs, die Bass Drum, welche auf Füßen liegt und über ein Pedal mit einem Filz- oder Gummischlegel angeschlagen wird. Um diese beiden Bestandteile herum werden dann über weitere Stative, Gestelle und Halterungen (alles zusammen wird als Hardware bezeichnet) verschieden große Trommeln (Tomtoms), verschiedene Becken, tellerartige Metallscheiben, welche beim Anschlagen einen hohen, metallischen, oft scheppernden Klang von sich geben; sowie andere Idiophone wie Kuhglocken, Holzklötze plaziert.

Gespielt wird mit Stöcken (Sticks) aus Holz, Kohlefaser oder Kunststoff, Schlegeln aus Gummi oder Filz, sogenannten Besen, einem Bündel aus Drähten, oder einer Kombination solcher. In seltenen Fällen wird auch mit der bloßen Hand gespielt. Wie die große Trommel kann auch die Hi-Hat über ein Pedal bedient werden, welches die beiden muschelartig aufeinander liegnden Becken, aus denen die Hi-Hat besteht, aufeinander schlagen lässt.

Materialien der Trommeln sind verschiedene Hölzer oder Metalle für die Klangkörper und Natur- oder kunststofffelle für die Membranen. Die Becken bestehen aus verschiednen Metallegierungen und die Hardware ist ebenfalls überwiegend aus Metall.

Wenn du gern Schlagzeug spielen lernen möchtest, findest du auf dieser Website einige geeignete Musiklehrer und Schlagzeuglehrer, die dir Unterricht geben können.




Schlitztrommel

Schlitztrommeln sind idiophone (also selbstklingende) Schlaginstrumente, die nicht im eigentlichen Sinn zu den Trommeln gehören, da ihre Tonerzeugung nicht auf einem Trommelfell beruht. Sie bestehen aus einem hölzernen (gelegentlich auch metallenem) Klangkörper, der einen oder Mehrere schlitzartge Öffnungen aufweißt. Auf diesen wird mit festen Schlägeln, Stöcken oder den Händen geschlagen, wodurch der Korpus selbst zum Klingen gebracht wird.
Da Schlitztrommeln in vielen Völkern auf der ganzen Welt verwendet werden (oder wurden), gibt es sie in in zahllosen Formen und Größen, von einfachen, ausgehöhlten Baumstämmen oder Bambusrohren, hin zu aufwendigen Tiergestalten. Man kann jedoch grob drei Arten von Schlitztrommeln unterscheiden, die je unterschiedlich klingen und verschieden breitgefächerte Möglichkeiten bieten.
Die Blockschlitztrommel besteht aus einem massiven Holzblock oder Baumstamm, in den ein gerader Schlitz geschnitten wurde. Die Holschlitztrommel besteht hingegen aus einem ausgehöhlten Korpus mit schlitzartigen Öffnungen. Und die Zungenschlitztrommel, bei der die Schlitze im Hohlkörper verschieden lange, bzw verschieden geformte Zungen aussparen, welche unterschiedliche Klänge von sich geben, wenn sie angeschlagen werden.
Schlitztrommeln sind recht einfache Instrumente, welche neben einer taktgebenden Funktion in ritueller Musik vor allem zur Signalgebung und Nachrichtenübermittlung eingesetzt werden. So vielseitig wie ihre Formen ist auch ihre Handhabung. Während kleine Klanghölzer auch an einer Schnur um den Hals getragen werden können, wäre das bei einem zwei Meter langen Baumstamm eher schwierig. Diese liegen schlicht auf dem Boden. Andere werden an Bäumen oder Balken senkrecht aufgehängt. Handliche werden einfach auf dem Schoß gehalten und für etwas größere moderne Zungenschlitztrommeln gibt es auch Gestelle aus Metall, sodass im Stehen gespielt werden kann.

Wenn du den Umgang mit einer Schlitztrommel erlernen möchtest, schau dich mal auf dieser Website um. Hier gibt es auch Musiklehrer, die Unterricht für solche anbieten!








Singende Säge

Die singende Säge ist ein Idiophon, welches mit einem Klöppel angeschlagen werden kann, meistaber mit einem Bogen zum Schwingen gebracht wird. Verwendet wird eine große Handsäge in Fuchsschwanzform (als reines Instrument auch ohne Sägezähne). Der Grundton des Instruments wird von Größe, Dicke und Breite des Sägeblattes bestimmt. Zum Klingen gebracht wird die Säge, in dem sie in S-Form unter Spannung gebogen und dann angeschlagen, bzw. gestrichen wird. Durch Veränderung der Biegung wird auch der Ton verändert. Sägen, die als Instrument hergestellt wurden, haben an der Spitze ein Loch im Sägeblatt, in Welches ein Griff eingehängt oder eingeschraubt werden kann, was es vereinfacht, die Krümmung der Säge zu halten.

Wenn du gern auf der singenden Säge Unterricht nehmen möchtest, kannst du auf dieser Website geeignete Musiklehrer finden!







Steel Drum

Die Steel Pan (oder hier gebräuchlicher Steel Drum) ist ein traditionell aus einem Ölfass gefertigtest idiophones Aufschlaginstrument der jüngeren Volksmusik Trinidads.
Das Fass wird je nach gewünschter Tonlage (Sopran, Alt, Tenor, Bariton oder Bass) auf unterschiedliche Länge unten abgeschnitten und der nach innen gewölbte Deckel wird durch Aushämmern mit Tonfeldern versehen. Gespielt wird eine Steel Pan mit Gummikopfschlegeln im Stehen/Gehen über einen Tragegurt oder im Stehen/Sitzen auf einem Gestell. Selten wird eine Steel Pan allein gespielt, in der Regel tritt ein ganzes Ensemble von bis zu 30 Musikern auf. Eine komplette Steel Band verfügt über eine oder mehrere Besetzungen aller Tonlagen (absteigend): Tenor, Double Tenor, Double Second, Double Guitar, Triple oder Four Cello, Quadrophonics, Bass.
In traditioneller Bauweise ist die Steel Pan aus Platzgründen auf eine diatonische oder pentatonische Stimmung beschränkt. Die Bezeichnungen Tenor und Double Tenor beziehen sich nicht auf die eigentliche Tonlage (Sopran), sondern auf die Anzahl der möglichen Tonfelder (Englisch ten = 10).

Entstanden sind die Steel Drums in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die englischen Besatzer der Bevölkerung von Trinidad zwar nicht mehr ihre Volksmusik aber noch immer ihre traditionellen Instrumente verbaten. Als Land mit reichen Ölvorkommen waren Ölfässer ein naheliegendes Ausgangsmaterial für alternative Instrumente. Heute ist der Klang von Steel Pans aus dem Stereotyp karibischer Strandgeräusche nicht mehr wegzudenken.

Wenn du gern Steel Drum spielen lernen möchtest, schau dich gleich mal auf dieser Website um, wo einige Musiklehrer dafür Unterricht anbieten!






Surdo

Die Surdo ist die tiefste Trommel einer brasilianischen Samba-Percussionsgruppe. Sie ist zylindrisch geformt und von beiden Seiten mit einem Fell bespannt. Eine Surdo kann aus Holz, Stahl oder Aluminium gefertigt sein und ein Naturfell, häufiger aber mit Nylon bespannt sein. Gespielt wird im Stehen mit einem großen Schlägel und einer Hand oder mit zwei schlägeln. Die Surdo hängt dabei an einem Tragegurt.
In einem typischen Ensemble treten mindestens je eine von drei Typen der Surdo auf:
Die tiefste und größte Surdo, die Primeiro (Erste) oder auch Marcação (Markierung, Vorgabe) gibt den Rhythmus über die geraden Schläge vor. Die Segundo (Zweite) oder Resposta (Antwort) erwidert als etwas höheres Instrument den Ruf auf den ungeraden schlägen. Die höchste Surdo ist schließlich die Terceiro (Dritte) oder Cutador (Schneider) verziert den durch Primeiro und Segundo vorgegebenen Beat (Puls) durch den eigentlichen, komplexen Rhythmus, Einschübe, Wirbel und Synkopen.
Zu der Grundlage dieser drei Surdos gesellt sich meist noch die baugleiche, jedoch wesentlich kleinere Repinique.

Wer Surdo spielen lernen möchte, findet auf dieser Website sicher einen geeigneten Musiklehrer für entsprechenden Unterricht. Einfach al umschauen!






Tabla

Tabla ist ein Paar von kleinen, asymmetrischen Kesseltrommeln (Pauken) mit vielseitigen Klangmöglichkeiten, welche eine wichtige Rolle in der klassischen hindustanischen Musik Indiens, Pakistans und Bangladeschs einnehmen.
Ein Set besteht zum Einen aus der kleineren Dayan (= rechts), welche aus einem zylindrischen Holzkorpus besteht, welcher mit Hilfe von Lederiemen mit einem Fell überspannt ist. Unter die Riemen geklemmte, bzw. mit einem kleinen Hammer darunter geschlagene Holzklötze ermöglichen ein Stimmen der Trommel.
Zum anderen gehört die Bayan (= links) in ein Tabla-Set, sie ist etwas größer und hat die Form einer oben abgeschnittenen Kugel. Ihr Korpus wird aus Messing oder Kupfer (seltener Stahl, Holz oder Ton) hergestellt und ebenfalls über Lederriemen bespannt - allerdings ohne Stimmklötze.
Die Felle der Tabla bestehen aus Ziegenhaut in drei Lagen unterschiedlichen Durchmessers. Sie ziert eine im Fall der Dayan mittig, im Fall der Bayan etwas gen Rand befindliche kreisrunde Fläche (Shyahi), welche von einer in meherern Schichten aufgetragenen und ausgehärteten Stimmpaste gebildet werden. Durch die unterschiedlich großen Lagen der Felle und die Stimmpaste klingen die Tabla in bestimmter, reiner Tonhöhe und mit ganzzahligen Obertönen.

Gespielt werden die Tabla im Sitzen. Die dominante Hand schlägt auf die Dayan, die andere schlägt mit den Fingerspitzen auf die Bayan, wobei letztere auf dem Fell aufliegt, um mittels Druck die Fellspannung zu beeinflussen. Die Trommeln selbst stehen auf Ringen, welche dem Spieler erlauben sie seinem Komfort entsprechend auszurichten, ohne dass die Schwingung der Trommeln übermäßig beeinflusst wird.  Geschlagen wird mit den Fingern, der flachen Hand oder dem Handgelenk auf den Rand des Fells (Kinar), den Shyahi und auf die freie Fellfläche (Sur). Gestimmt werden die Tabla auf den Grundton des jeweiligen Liedes.
Für das Tabla-Spiel gibt es rhythmische Grundmuster, welche durch bestimmte Silbenfolgen beschrieben und gelernt werden können. Die Silben (Bol) sind so differenziert, dass gewissermaßen auch ohne Trommeln verbal getrommelt werden kann.

Wenn du gern Tabla spielen lernen möchtest, kannst du auf dieser Website entsprechende Unterrichtsangebote von Musiklehrern finden!




Taiko

Die Taiko ist eine japanische Röhrentrommel, die traditionell aus einem Stück gefertigt (unter anderem gedreht) wird, heute aber auch aus mehreren verleimten Teilen bestehen kann. Sie ist in der Regel fassförmig, ihre Ränder sind also schmaler als ihre Mitte. Das Trommelfell wird entweder festgenagelt, was ein nachträgliches Stimmen ohne Entfernen des Fells unmöglich macht, oder durch Seile gespannt. Gespielt wird die Taiko mit kräftigen Holzschlägeln.
Die Baufrom der Taiko kommt vom asiatischen Festland (vermutlich China oder Korea), wo solche Trommeln für Rituale benutzt wurden. In Japan erfuhr die Taiko schließlich einen vielseitigen Gebrauch in der Gesellschaft und wurde neben religiösen Zwecken auch in der Landwirtschaft, der Fischerei und im Theater eingesetzt. Auch als Signaltrommel wurde die Taiko verwendet, nicht zuletzt von den Samurai in der Schlacht. Heutzutage wird sie vermehrt auch als Instrument eingesetzt, wobei viele Taiko-Trommeln in verschiedenen Größen gleichzeitig zum Einsatz kommen.
Die Taiko gibt es in vielen Größen, von Trommeln mit 25cm Durchmesser, bis zu gewaltigen Exemplaren von über 2m Durchmesser.

Wer sich für die Taiko und ihr Spiel interessiert, kann auch dieser Website einige Musiklehrer finden, die Unterricht an diesen Trommeln geben.





Tamborim

Das Tamborim ist eine (sehr) kleine Rahmentrommel aus der brasilianischen Samba-Musik (Choro, Pagode). Es ähnelt einem Tambourin nicht nur dem Namen nach, hat aber weder Schellen, noch Schnarrvorrichtungen und wird je nach Musikstil außer mit der Hand auch mit einem Holzstock oder einer Kunststoffpeitsche geschlagen. Der Rahmen kann aus Holz, Kunststoff oder Metall sein, das Fell ist meist aus Nylon. Das Tamborim wird beim Spiel in einer Hand am Rahmen gehalten und mit der anderen angeschlagen.

Wenn du gern Tamborim spielen lernen möchtest, kannst du auf dieser Website Musiklehrer finden, welche dir Unterricht geben können.




Tenor Drum

Die Tenor Drum oder Quint ist eine Trommel aus der Orchester- und Kapellmusik ähnlich der Toms aus einem Schlagzeug. Sie befindet sich klanglich zwischen der Großen Trommel (Bass Drum) und der kleinen Trommel (Side Drum oder Snare). Quints treten in verschiedenen Größen von 10'' bis 14'' im Durchmesser auf und werden meist bogenförmig angeordnet zusammen verwendet.
Tenor Drums können auf einem Ständer angebracht sein oder an Gurten getragen werden. Ihre verschiedenen Tonlagen erlauben ein Facettenreiches Spiel, welches mehr der Klangausgestaltung der Musik, denn als Rhythmusgeber dient.

Musikunterricht für Tenor Drums wird auch von Lehrern auf dieser Website angeboten!



Teufelsgeige

Die Teufelsgeige, auch Deiwelsgeije, Bumbass oder (vor allem im Sarntal) Bettelgeige genannt, ist ein Rhythmus- und Lärminstrument, das in der Volksmusik bei Fastnachtsumzügen, beim Zampern oder bei Polterabenden eingesetzt wird.

Das ursprüngliche Instrument war im 17. Jahrhundert ein einfacher Musikbogen, zwischen dessen gebogenem Holzstab und der Saite an einem Ende eine mit Luft gefüllte Tierblase als Resonanzkörper steckte. Ist der Stab fest und gerade, lautete die Klassifizierung Stabzither. Die Saite wurde mit einem Gegenstand gestrichen oder angeschlagen.

Heute besteht die Teufelsgeige aus einem Holzstab, der die Körpergröße des Spielers nicht überschreiten sollte. Dieser Holzstab trägt diverse Schlaginstrumente (z. B. Becken, Schellenring, Klangholz, Tamburin) und ist meist mit ein bis drei Saiten bespannt. Früher wurden meist ausrangierte Haushaltsgegenstände aus Blech am Holzstab fixiert. Oft wird die Teufelsgeige durch einen Teufels- oder Kasperkopf an der Spitze des Stabes geschmückt. Die Instrumente werden mit einem Schlägel geschlagen, kleine Einritzungen daran ermöglichen das gleichzeitige Zupfen der Saiten. Mittels Aufstampfen ertönt durch die Handbecken und Rasseln der typische Klang der Teufelsgeige.

Auch für Unterricht auf der Teufelsgeige findest du Lehrer auf dieser Website!





Timba

Die Timba ist eine konisch geformte Handtrommel aus Brasilien, die vor allem in verschiedenen Unterformen der Samba-Musik (z.B. Pagode) und besonders im Samba-Reggae verwendet wird.
Der Korpus besteht aus Pressholz und das über Stellschrauben gespannte Fell meist aus Nylon. Gespielt wird die Trommel im Sitzen quer über dem Schoß liegend oder im Stehen über einen Schultergurt, seltener auf einem Ständer stehend.

Wenn du gern Timba spielen lernen möchtest, kannst du auf dieser Website Musiklehrer finden, die Unterricht dafür anbieten.




Timbales

Timbales sind eine verkleinerte Form einseitig bespannter, zylindrischer Trommeln (Tom-Toms) aus Metall, die gemeinsam mit weiteren Percussionselementen wie Schellen, einem Becken, Holzklötzen oder Glocken an einem Gestell angebracht sind und im Stehen mit Holzstöcken gespielt werden.
Timbales werden vor allem in der Tanzmusik Kubas eingesetzt, wo sie aus dem Bedarf nach leicht zu transportierenden Trommeln heraus entwickelt haben. Ein Paar besteht in der Regel aus der größeren Primero (oder Macho) und der kleineren Segundo (oder Hecha), die meist in einer Terz oder Quinte Abstand gestimmt sind.

Wenn du gern Timbales spielen lernen möchtest, kannst du auf dieser Website Lehrer finden, die Unterricht anbieten!




Tombak

Die Tombak (oder Tonbak) ist eine der wichtigsten Trommeln in der persischen Volks- und Kunstmusik. Es handelt sich dabei um eine Kelchtrommel, welche schräg auf den Schoß gelegt und mit den Fingern beider Hände gespielt wird. Der an die Form eines Rotweinglases erinnernde Korpus der Trommel ist aus Holz und wird traditionell aus einem Stück gefertigt, über wleches eine Tierhaut (Kamel, Ziege oder Kalb) gespannt wird. Dies geschieht durch befeuchten des Felles, welches sich beim Trocknen zusammen- und damit festzieht. Dieses vorgehen macht die Trommel einerseits für die Faktoren Feuchtigkeit und Temperatur anfällig, andererseits lässt sie sich aber auch nur über diese stimmen.
Da die Tombak auf dem Schoß stabilisiert werden muss, muss stets eine Hand oder ein Arm oben auf der Trommel aufliegen. Je nach dem, au welchen Oberschenkel man die Tombak legt, werden dadurch den Händen Rollen zugewiesen. Das Spiel auf der Tombak ist dennoch sehr vielseitig und erlaubt die Erzeugung eine großen Bandbreite von Klängen. Während die aufliegende Hand durch ihre Gebundenheit überwiegend mit den vier Finger auf das Fell oder den Rand schlägt, kann die andere Hand das Fell an unterschiedlichen Stellen dämpfen oder anschlagen. Es kommen nicht nur die Fingerspitzen, sondern auch die Knöchel und Handballen und -kanten zum Einsatz.
Möglicherweise ist der Name Tom-Bak lautmalerisch für zwei charakteristische Klänge einer Handtrommel zu verstehen, einen tiefen, satten Ton (tom) in der Fellmitte und einem hohen, schallenden (bak) an Rand.

Das Spiel auf der Tombak wird auch von Musiklehrern auf dieser Website unterrichtet. Wenn du dich dafür interessierst, schau dich am Besten einmal um!





Udu

Herkunft und Geschichte
Der Udu ist eine Vasentrommel die in Nigeria gespielt wird und eine Öffnung an der Seite hat. Das Wort Udu bedeutet in der Sprache der Igbo in Nigeria „Krug“.
In der traditionellen nigerianischen Musik wird der Udu überwiegend von Frauen gespielt und zur Tanzbegleitung, oder zur Begleitung des eigenen Gesangs eingesetzt. Der Aberglaube der Igbo besagt, dass im Klanng der Udu die Stimmen der eigenen Vorfahren zu hören sind.

Spielweise
Durch einen kurzen Schlag auf das seitlich angebrachte Loch entsteht ein bassiger Klang, der dem einer Tabla ähnelt. Ferner kann auf dem gesamten Korpus mit beiden Händen getrommelt werden, so dass je nach Schlagstelle unterschiedliche Sounds entstehen. Häufig schlagen beide Hände im Wechsel die obere und die seitliche Öffnung, wobei die Öffnungen mitunter kurzzeitig geschlossen werden. Durch das Verschließen entstehen Luftverwirbelungen im Inneren des Udu und es entstehen interessante Soundeffekte. Viele Folkmusiker die den Udu in Ihre Arrangements einbauen spielen ihn im sitzen und auf einem Standring gelagert.In der traditionellen nigerianischen Musik wird er für gewöhnlich unter dem Arm getragen. 

Es existieren neben dem Udu weitere Variationen des Instrumentes die unter Udu und Utar bekannt sind.



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Vibraphon

Das Vibraphon (oder Vibrafon) kann als Kombination von Metallophon und Marimba betrachtet werden. Es ist ein Schlaginstrument aus der Familie der Stabspiele. Genau wie bei einem Metallophon wird mit Schlägeln auf Metallplättchen gespielt. Letztere werden ähnlich der Marimba durch darunter liegende Klangkörper (Resonanzröhren) verstärkt, in denen sich jedoch kleine Drehscheiben befinden, welche durch Elektromotoren angetrieben, geöffnet und geschlossen werden. Dadurch entsteht der typische Vibratoklang. Über ein Pedal können die Röhren gedämpft, bzw. die Klangdauer reguliert werden.
Das Vibraphon ist vorwiegend ein Jazz-Instrument, welches im Jahre 1916 entwickelt wurde. Es kommt allerdings auch in der zeitgenössischen Klassik zum Einsatz.

Wenn du Vibraphon spielen lernen möchtest, kannst du auf dieser Website Unterricht finden.







Xylophon

Das Xylophon ist ein sogenanntes Aufschlagidiophon aus der Familie der Stabspiele. Es besteht aus einer Reihe unterschiedlich langer/großer Stäbchen aus Holz, welche auf einen Rahmen (Holm) oder einen Resonanzkörper (Trog) montiert sind und durch einen Schlägel in Schwingung versetzt werden. Die länge der Stäbchen bestimmt den jeweiligen Ton. Ein Xylophon kann je nach Größe und Umfang diatonisch, pentatonisch oder chromatisch angeordnet sein.
Das Xylophon stammt wohl ursprünglich aus Südostasien, von wo aus es durch Völkerwanderungen nach Afrika gelangte.
Eine spezielle Form des Xylophons ist die Marimba, bei welcher die einzelnen Stäbe über einen je eigenen Resonanzkörper in Röhrenform oder sogenannte Helmholz-Resonatoren verfügen. Eine Mischung aus diesen Instrumenten nennt sich Xylorimba oder Orchesterxylophon. Der Vorteil eines solchen ist, dass der anderenfalls recht helle, bloß kurz weilende Klang voluminöser und langanhaltender wird.

Für das Xylophon wird auch von Musiklehrern auf dieser Website Unterricht angeboten. Schau dich einfahc mal um, wenn du dich dafür interessierst!




Yambú

Yambú ist ein idiophones Schlaginstrument, welches als eine Mischung aus Conga und Cajon beschrieben werden kann. Die Yambú besteht aus einem nach unten offenen und konisch zulaufenden, achteckigen Korpus aus Holz, auf dessen Oberseite wie auf einer Conga oder Djembe getrommelt werden kann. Dadurch, dass diese Oberfläche aber ebenfalls aus Holz besteht und keine Membran ist, klingt das Instrument wie ein Cajon.

Unterricht für Yambú wird auch von Musiklehrern auf dieser Website angeboten. Bei Interesse einfach mal umschauen!