Instrumentenglossar

Rahmentrommel

Rahmentrommel ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl an verschiedenen Trommeln aus aller Welt, welche lediglich den groben Grundbau gemein haben. Das Prinzip der Rahmentrommel ist eines der ältesten der Welt, frühe Formen sind schon aus Mesopotamien von 7000 v. Chr. bekannt.
Eine Rahmentrommel besteht aus einem Holz-, Metall- oder Kunststoffrahmen in unterschiedlichsten Größen, welcher meistens rund ist, aber auch eckig sein kann. Dieser Rahmen ist in der Regel von nur einer Seite mit einem Fell aus Tierhaut oder Kunststoff bespannt, wobei es mehrere Techniken der Bespannung gibt. Bei manchen Trommel wird das Fell lediglich durch Erhitzen und Abkühlen auf dem Rahmen befestigt, bei anderen durch überkreuzte Lederriehmen auf der anderen Seite des Rahmens gespannt . In modernen Varianten gibt es auch Fassungen mit Stimmschrauben. Einige Arten von Rahmentrommeln sind mit Schellen versehen, manche enthalten Füllmaterial, welche das Instrument zum Rasseln bringen.
Allen gemeinsam ist jedoch, dass der Rahmen stehts kleiner ist, als der Felldurchmesser - meist erheblich kleiner, sodass der Rahmen mit einer Hang gegriffen werden kann. Gespielt wird die Rahmentrommeln mit den Händen (bzw. Fingern) oder einem Schlägel. Es kann sowohl auf das Fell, als auch auf den Rahmen geschlagen werden. Sofern entsprechende Ergänzungen vorhanden sind, kann auch das Schütteln eine Technik zum Spielen einer Rahmentrommel sein.

Wichtige Vertreter der Rahmentrommel sind:
das Tambourin
die Riq
das Pandeiro
und die Schamanentrommel

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Rauschpfeife

Die Rauschpfeife ist ein Doppelrohrblattinstrument, das technisch mit der Oboe verwandt ist. Rauschpfeifen sind konisch gebohrte Holzblasinstrumente, die sich von der Renaissanceschalmei nur durch das Vorhandensein einer Windkapsel und einen steileren Konus unterscheiden. Entsprechend wird das Rohrblatt, anders als bei der Schalmei, nicht direkt in den Mund genommen und die Lippenspannung hat keinen Einfluss auf die Tonbildung. 
Die Rauschpfeife hatte ihre Blüte im 16. Und 17. Jahrhundert. Die Instrumente wurden in verschiedenen Stimmlagen (Sopranino, Sopran, Alt, Tenor und Bass) gebaut. Ein vollständiger Satz von Originalinstrumenten aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist Teil der sogenannten Naumburger Blasinstrumente Sammlung, die im Berliner Musikinstrumentenmuseum zu bewundern ist. Diese erhaltenen Instrumente prägen bis heute das Erscheinungsbild der Rauschpfeife, da die Firma Heinrich Moeck in Celle zwei Instrumente in Sopranino und Sopranlage herstellte, die optisch an die Naumburger Pfeifen angelehnt waren. Da Moeck über lange Zeit der einzige Hersteller in Deutschland war, der Rauschpfeifen in größerer Stückzahl fertigte, ist das Erscheinungsbild der Rauschpfeife in den 70er Jahren durch den Hersteller geprägt.
Interessant ist, dass die Rauschpfeifen in Berlin nahezu doppelt so groß sind, wie sie technisch sein müßten. Die Grifflöcher der Instrumente bedecken nur knapp die Hälfte des Korpus. Dieser Umstand hat dazu geführt, dass die Instrumente von Moeck auf der Rückseite eine Vielzahl von Löchern haben, die einzig dazu dienen dass die Luftsäule im Inneren des Instrumentes verkürzt und stabilisiert wird.
Moeck hat mittlerweile die Herstellung der historischen Blasinstrumente eingestellt. Das Gesicht der Rauschpfeife hat sich dadurch erneut gewandelt. Die meisten heute in Deutschland gespielten Rauschpfeifen sind technisch an die Spielpfeifen von Marktsackpfeifen angelehnt und haben einen Tonumfang von einer None. Die Instrumente sind in großer Mehrzahl in offener, deutscher Blockflötengriffweise gebaut. Auch optisch orientieren sich die Bauer häufig an den Spielpfeifen der Marktsackszene. Dadurch haben viele neugebaute Rauschpfeifen deutlich größere Schallbecher als ihre historischen Vorfahren. Ferner sind sie bei gleicher Stimmlage, knapp halb so lang wie die erhaltenen Instrumente der Naumburger Sammlung. Ein weiterer technischer Aspekt ist, dass bei modernen Instrumenten überwiegend Standardrohrblätter verschiedener Dudelsäcke verwendet werden. Die Alto-Instrumente in G/a werden in vielen Fällen mit schottischen Rohrblättern betrieben. Die an die französischen Dudelsäcke angelehnten Instrumente in F/g häufig mit Kunstoffreeds für die Conemuse du Centre und die Sopran-Rauschpfeifen in C/d häufig mit Rohrblättern die denen der spanischen Gaita ähneln. 





Relative Solmisation

Die Solmisation ist eine bestimmte Methode zur Einstudierung von Gesang und zur Stimmbildung, bei der man alle Tonstufen auf bestimmte Silben singt. Die europäische Tradition der Solmisation führt zurück auf das Mittelalter bzw. auf die Zeit Anfang des 11. Jahrhunderts, als es noch keine Noten gab. Vor Guido von Arezzo, der die Solmisation einführte, wurden für die musikalische Notation Zeichen, sogenannte Neumen, benutzt, die keinen Aufschluss über die genaue Länge oder Höhe des Tons zuließen.

Historischer Abriss über die Entwicklung der relativen Solmisation:

  • 1742 hatte Jean-Jacques Rousseau eine Ziffernmethode vorgestellt, die den Grundton mit der Ziffer 1 notierte, die zweite Stufe mit der Ziffer 2 etc..  Die sieben Ziffern wurden auf die traditionsreichen Silben ut, ré, mi, fa, sol, la, si gesungen.
  • Der Mathematiker Pierre Galin, sein Schüler Aimé Paris und dessen Schwager Emile Chevé arbeiteten die rousseausche Methode aus und machten die Galin-Paris-Chevé-Methode vorübergehend sehr erfolgreich.
  • Auch die Engländerin Sarah Ann Glover knüpfte an den alten Solmisationsgedanken an und entwickelte ihn weiter, nicht zuletzt, indem sie die Tonsilben anglizierte (doh, ray, me, fah, soh, lah, te) und abkürzte (d, r, m, f, s, l, t). In der Silbe soh wurde das guidonische sol an die übrigen mit Vokal endenden Silben angeglichen, das te verdankte sich dem Umstand, dass sich ein se in abgekürzter Form nicht vom soh unterschieden hätte.
  • 1842 veröffentlichte John Curwen, ein von Heinrich Pestalozzi geprägter Erzieher, einen ersten Artikel über Glovers Ansatz; in der Folge überarbeitete er diesen Ansatz mit viel Geschick und propagierte ihn als Tonic-sol-fa-System in ganz Großbritannien; 1870 schließlich ergänzte er die Methode durch Aimé Paris’ Taktsprache und durch selbst entwickelte Handzeichen.
  • Agnes Hundoegger adaptierte das Prinzip in der Tonika-Do-Methode für den deutschsprachigen Raum, Zoltán Kodály in der Kodály-Methode für Ungarn, Edwin E. Gordon in der Music Learning Theory für die USA und Dick Grove für die Jazzpädagogik und -Harmonielehre, speziell die Akkordskalentheorie und als Basis für Jazzharmonisation und -Reharmonisation.
  • Auf Kodály aufbauend entwickelte der estnische Chorleiter Heino Kaljuste eigene Solmisations-Silben für das Gebiet der UdSSR. Da in der UdSSR die Guidonischen Silben für die absolute Solmisation verwendet wurden, entwickelte Kaljuste für die relative Solmisation eigene Silben mit veränderten Konsonanten, aber unter Beibehaltung der Guidonischen Vokale. Von Heino Kaljuste wurden für die relative Solmisation die Silben jo, le, wi, na, so, ra, ti verwendet.
In der „relativen“ Solmisation seit Sarah Ann Glover stehen die Tonsilben do, re, mi, fa, so, la, ti, do für jegliche Durtonleiter (sei es C-Dur, Des-Dur, D-Dur oder Es-Dur …), die Tonsilben la, ti, do, re, mi, fa, so, la für jegliche natürliche Molltonleiter (sei es a-Moll, gis-Moll, g-Moll oder fis-Moll …). In der harmonischen Molltonleiter mit ihrer erhöhten siebten Stufe wird aus dem so ein si, in der melodischen Molltonleiter zusätzlich aus dem fa ein fi – Erhöhungen werden also durch den helleren Vokal i angedeutet. Entsprechend stehen dunklere Vokale für Erniedrigungen, bei manchen Autoren a und o, bei anderen konsequent u. Die wichtigsten Hoch-Alterationen sind dodi, reri, fafi und sosi, die wichtigsten Tiefalterationen tita, lalo und mima  bzw. titu, lalu und mimu.


Renaissancelaute

Die Renaissancelaute ist im Grunde eine europäische Laute, welche sich jedoch durch ihre Saitenzahl, sowie durch ihre Stimmung (Terz-Quart-Stimmung) hervorhebt. So verfügt die Renaissancelaute gewöhnlich über sechs (Gg-Cc-ff-aa-dd-g'), sieben (Ff-Gg-Cc-ff-aa-dd-g') oder acht (Dd-Ff-Gg-Cc-ff-aa-dd-g') Chöre. Die Veränderungen in der Bespannung erfuhr die Laute in Verbindung mit einem Wechsel in der Spielweise. Statt mit einem Plektrums wurde nun mit den Fingern polyphon und die Renaissancelaute häufig auch solo gespielt. Tatsächlich war die Laute das Haupt-Solo-Instrument dieser Zeit, begleitete häufig aber auch Gesang.

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Repetition

Unter Repetition wird in diesem Fall das Einstudieren eines Musikstückes oder Tanzes zu einem solchen verstanden. Sie erfolgt unter Leitung und Begleitung eines Korrepetitors.
Wenn du Angebote für Korrepetition suchst, kannst du auf dieser Website fündig werden!


Repinique

Die Repinique (oder kurz Repique) ist eine kleine, zylindrische Trommel aus der brasilianischen Samba-Percussion, in der Größe vergleichbar mit der Tom-Tom. Aus den 1950er Jahren stammend ist sie ein recht junges Instrument, welches Ursprünglich aus Holz gebaut und mit Ziegenhaut bespannt war, mittlerweile aber aus Metall gefertigt wird und mit Kunstoff bespannt ist.
Gespielt wird die Repinique entweder mit einer Hand und einem leichten Holzschlägel, zwei leichten Holzschlägeln oder mit zwei dünnen Holz-, bzw. Plastikpeitschen.Häufig wird die Repinique als Lead-Instrument der Percussionsgruppe eingesetzt oder sogar solo.

Wenn du Interesse am Repinique-Spielen hast, bist du auf dieser Website richtig, hier bieten einige Musiklehrer Unterricht dafür an!






Rhythmik

Die Rhythmik beschreibt die Verteilung und die Intervalle von Klängen (z.B. Musik, Sprache) oder Bewegungen (z.B. Tanz) in einer zeitlich zusammenhängenden Abfolge in Dauern und Pausen - Rhythmus genannt. In der westlichen Musik erfolgt diese Beschreibung üblicherweise in einer Notenschrift.
In der westlichen Musik wird ein Rhythmus in gleichmäßige Zeitabschnitte unterteilt, Takte genannt, welche einen Schlag (Zeiteinheit) markieren. Ein Schlag kann dabei in mehrere halbe, viertel, achtel oder beliebige Mischungen von Schlägen weiter unterteilt sein, welche sich zu einem ganzen Schlag aufsummieren. Dabei wird in der Regel ein viertel Schlag als Grundeinheit verwendet.
Beispiele von typischen Taktarten der westlichen Musik wären der 4/4 (vier Viertel) Takt, welcher vier viertel Schläge lang ist oder der 3/4 (drei Viertel) Takt, welcher aus drei viertel Schlägen besteht.
Der Takt unterliegt jedem Rhythmus, auch wenn er nicht direkt durch Töne oder anderes repräsentiert wird. Wenn beispielsweise in der Musik kein Instrument in einem 4/4-Takt genau gleichmäßig die Viertelschläge spielt, sondern ausschließlich dazwischen, schneller oder langsamer, so lässt sich doch feststellen, dass sich der Rhythmus am 4/4-Takt orientiert. Man könnte also jederzeit die gleichmäßigen Viertelschläge einfügen.
Weiterhin wird ein Rhythmus nach betonten und unbetonten Schlägen beschrieben, danach welche Unterteilungen eines Taktes stärker ausgeprägt (lauter, tiefer, energischer, o. ä.)sind, als andere.
Der Rhythmus wird auch als die horizontale ebene der Musik bezeichnet, da er die Aspekte beinhaltet, welche auf der Zeitachse liegen, die - würde man Musik in ein zweidimensionales Diagramm eintragen - meist waagerecht verlaufen würde. Das vertikale Gegenstück zum Rhythmus bildet die Harmonie.

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Riq

Das Riq (oder Riqq, Rik) ist ein Tambourin aus dem arabischen Raum. Traditionell wird der hölzerne Rahmen mit einer Fischhaut bespannt. In heutger Zeit kann der Rahmen aber auch aus Metall bestehen und als Fell dient meist eine Ziegenhaut oder gar Kunststoff. Ein Riq hat acht bis zehn Paare von Schellen, von den je zwei übereinander angebracht sind. Die Schellenpaare sind mit den Innenseiten einander zugewandt.
Das Riq wird sowohl in der arabischen Folklore, als auch in der dortigen Klassik verwendet. Ein Riq-Trommler spielt sein Instrument häufig mit vollem Körpereinsatz, indem er es hoch über dem Kopf schüttelt und langsam bis zu den Knien senkt.

Wenn du Riq trommeln lernen möchtest, schau dichruhig einmal auf dieser Website um. Dort findest du geeigneten Musikunterricht.





Rockgesang

Rockgesang ist dem Namen gemäß die Gesangsform der Rockmusik. Er ist technisch dem Pop-, Soul- und Bluesgesang (in gewissen Grenzen auch dem Jazzgesang) sehr ähnlich, legt stilistisch jedoch leicht andere Schwerpunkte.
Rockmusik ist ein sehr weites Feld, sodass sich schwer pauschal etwas zum Rockgesang sagen lässt. Außer in gelegentlichen Begleitchören macht der Rockgesang jedenfalls kaum gebrauch von klassischen Gesangtechniken, was mitunter auch daran liegt, dass ein Großteil der Sänger Autodidakten sind. Beeinflusst ist der Rockgesang sicherlich von den Gesangsformen der musikalischen Urväter der Rockmusik, dem Rhythm & Blues, dem Blues, dem Rock'n'Roll und letztlich auch dem Jazz.
Genau wie beim verwandten Popgesang ist das sogenannte Belting ein wesentliches Mittel. Dabei wird die Bruststimme in höhere Tonlagen gepresst. Außerdem setzen viele Rockänger Techniken wie das Shouting oder das Screaming, eine Art melodisches Kreischen und Schreihen, ein, um das richtige Rock-Gefühl zu transportieren: Energie, Erotik, aber auch Wut oder Trauer. Um diese Gefühle zu untermalen sind auch außermelodische Mittel wie wirkliches Schreien, Stöhnen, Heulen oder Lachen keine Seltenheit.
In einem Ableger der der Rockmusik, im Metal, werden all diese Techniken verstärkt angewandt und überzeichnet. Dort kommt auch noch das markante Growling hinzu, bei welchem die gesangsstimme zu einem knurrenden Brüllen verzerrt wird.

Viele dieser Techniken beanspruchen die Stimmbänder sehr und können bei häufigem Einsatz schnell zu Entzündungen führen. Es empfielt sich daher, die Stimme durch Gesangsunterricht zu trainieren. Gesangslehrer für Rock- und Metalgesang können angehende Rocksänger auf dieser Website finden.