Instrumentenglossar

Udu

Herkunft und Geschichte
Der Udu ist eine Vasentrommel die in Nigeria gespielt wird und eine Öffnung an der Seite hat. Das Wort Udu bedeutet in der Sprache der Igbo in Nigeria „Krug“.
In der traditionellen nigerianischen Musik wird der Udu überwiegend von Frauen gespielt und zur Tanzbegleitung, oder zur Begleitung des eigenen Gesangs eingesetzt. Der Aberglaube der Igbo besagt, dass im Klanng der Udu die Stimmen der eigenen Vorfahren zu hören sind.

Spielweise
Durch einen kurzen Schlag auf das seitlich angebrachte Loch entsteht ein bassiger Klang, der dem einer Tabla ähnelt. Ferner kann auf dem gesamten Korpus mit beiden Händen getrommelt werden, so dass je nach Schlagstelle unterschiedliche Sounds entstehen. Häufig schlagen beide Hände im Wechsel die obere und die seitliche Öffnung, wobei die Öffnungen mitunter kurzzeitig geschlossen werden. Durch das Verschließen entstehen Luftverwirbelungen im Inneren des Udu und es entstehen interessante Soundeffekte. Viele Folkmusiker die den Udu in Ihre Arrangements einbauen spielen ihn im sitzen und auf einem Standring gelagert.In der traditionellen nigerianischen Musik wird er für gewöhnlich unter dem Arm getragen. 

Es existieren neben dem Udu weitere Variationen des Instrumentes die unter Udu und Utar bekannt sind.



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Uilleann Pipe

Uilleann Pipes ist der irische Dudelsack, wie er im 18. Jahrhundert entwickelt wurde. Sein Hauptmerkmal, welches ihn von vielen anderen Dudelsäcken unterscheidet, ist der Blasebalg, durch welchen der Sack mit Hilfe des Ellenbogens aufgeblasen wird (anstelle eines Anblasrohres für den Lungenbetrieb). Daher rührt auch der Name Uilleann (= Gälisch für Ellenbogen).
Ein weiteres Merkmal sind die gedackten Burdunpfeifen (üblicherweise drei, es können aber auch mehr sein) dieses Dudelsacks, welche über Regulatoren mit Klappen sowohl ganz verschlossen, als auch im Ton beeinflusst werden können. Auf diese Weise lassen sich mit der Uilleann Pipe Begleitakkorde spielen. Die Melodiepfeife verfügt an sich nur über eine Oktave auf acht Löchern, kann aber durch Überblasen eine komplette zweite erreichen. Auch die Melodiepfeiffe muss nicht durchgehend spielen, sondern kann durch Abdecken sämtlicher Löcher (auch des Schallochs durch Aufsetzen auf den Oberschenkel) zum Schweigen gebracht werden. Dadurch ist auch staccato spielen möglich. Sie verfügt über ein Doppelrohrblatt. Einige Melodiepfeifen sind mit Klappen ausgestattet, bei vielen wird aber zugunsten größerer technischer Vielfalt darauf verzichtet.
Gespielt wird im Sitzen, wobei der Sack unter dem linken und der Blasebalg unter dem rechten Arm klemmt. Die Pfeifen liegen über dem Schoß, sodass der Musiker während des Spielens an der Melodiepfeife (Chanter) mit den Daumen der Handkanten die Regulatoren der Bordunpfeifen (Drones) bedienen kann. Manch geübter Spieler bringt es sogar fertig während der Koordination von Blasebalg, Melodie- und Bordunpfeifen noch zu singen.
Typischerweise ist die Uilleann Pipe in D gestimmt (Konzertstimmung), kann aber auch in vielen weiteren Stimmungen wie C#, C, H (B) und B (Bb) vorliegen.
Es gibt drei Ausstattungsvarianten der Uilleann Pipe, über welche sich schrittweise an das komplizierte Spiel herangetastet werden kann. Das sogenannte "practise set", die Einsteiger Variante, verfügt nur über die Melodiepfeife und den Blasebalg. In halber Ausstattung (half set) kommen die drei Bordunpfeifen hinzu, verfügen jedoch noch nciht über die Regulatoren, sondern können lediglich verschlossen werden. Die Regulatoren kommen dann in der vollen Ausstattung (full set) hinzu und verlangen dem Spieler die größte Koordination ab.

Wenn du gern auf der Uilleann Pipe spielern lernen möchtest, schau dich doch einmal auf dieser Website um. Einige Musiklehrer bieten auf dafür Unterricht an.







Ukulele

Die Ukulele (= hüpfender Floh) ist die hawaiianische Form der portugiesischen Cavaquinho, einem Zupfinstrument, das sehr einer Gitarre ähnelt, allerdings erheblich kleiner ist. Üblicherweise wird es mit vier Saiten bespannt, wobei die oberste Saite oktaviert und somit die höchste ist, kann aber in auch in Chören bespannt bis zu acht Saiten tragen.
Ursprünglich wurden Ukulelen aus Koaholz gefertigt, einem hawaiianische Holz, welches sowohl für seine Klangeigenschaften, als auch für seine Maserung bekannt ist. Dieses ist allerdings teuer und so werden billigere Exemplare etwa aus Fichte oder sogar Kunststoff hergestellt. Im Laufe der Zeit hat sich eine große Vielfalt an Bauformen herausgebildet. Neben der klassischen Gitarrenforn, gibt es beispielsweise auch die sogenannte Pineapple, also Ananasform, oder Ukulelen, die aus Zigarrenkästen gefertigt werden.
Ukulelen gibt es in mehreren Stimmlagen. Die verbreiteste und ursprünglichste Form ist die Standard- oder Sopran-Ukulele. Kleiner ist noch die Sopranino-Ukulele, größer sind in dieser Reihenfolge aufsteigend die Concert-, Tenor- und Bariton-Ukulelen. Letztere haben keine ocktavierte oberste Saite und auch die Tenor-Ukulele kann ohne oktavierte oberste Saite auftreten, was sich natürlich auch auf die Stimmungen auswirkt. Moderner und seltener sind Bass-Ukulelen, welche gestimmt sind wie eine Bassgiatarre. Für die vier kleineren Ukulelen-Modelle gibt es zwei Stimmungen, die als Standard-Stimmungen angesehen werden können: die klassische oder D-Stimmung (a-d-f#-h/b) und die hawaiianische bzw. C-Stimmung (g-c-e-a). Bariton-Ukulelen werden üblicherweise wie die unteren vier Saiten einer Gitarre gestimmt (d-g-h/b-e).

Die Ukulele ist auf Grund ihrer Größe ein hervorragendes Reiseinstrument und auch für gesellige Gelegenheiten gut geeignet. Wenn du Ukulele spielen lernen möchtest, kannst du dichauf dieser Website nach entsprechendem Unterricht umsehen.