Das Akkordeon gehört zur Familie der Handzuginstrumente, bei denen der Ton durch frei schwingende, durchschlagende Zungen erzeugt wird. Somit gehört es zu den selbstklingenden Unterbrechungs-Aerophonen. Heute zählt man alle Handzuginstrumente, die auf der rechten Seite, dem Diskant, die Tastatur in einer abgewinkelten Form angebracht haben, zur Familie der Akkordeone. Diese Anordnung der Tastatur geht auf die ersten Wiener oder die ersten französischen Instrumente zurück.
Bauweisen
Wie fast alle Handzuginstrumente besteht das Akkordeon aus zwei Teilen (Diskant und Bass), die durch einen Balg miteinander verbunden sind. Durch das Auseinanderziehen und Zusammendrücken der beiden Teile wird die Luft im Balg durch die Stimmstöcke in den beiden Seitenteilen geleitet. Je nachdem, ob beim Ziehen und Drücken die selben Töne erklingen, wird zwischen sog. wechseltönigen und gleichtönigen Instrumenten unterschieden. Eine weitere Klassifikation ist nach Art der Tastenbelegung auf der Diskantseite möglich. Neben den hier aufgezählten sind zahllose weitere Varianten bekannt. Die Vielfalt der Akkordeone in Gruppen einzuteilen, fällt schwer, da sich bei allen Klassifikationssystemen Vor- und Nachteile sowie mehr oder weniger zahlreiche Ausnahmen zeigen.
Akkordeonunterricht
Für den Unterricht und das Akkordeonlernen bedeuten diese verschiedenen Bauweisen, dass ein Lehrer, der zum Beispiel Piano-Akkordeon spielen kann, nicht notwendigerweise auch diatonisches Akkordeon unterrichten kann. Entsprechend gibt es zwei Möglichkeiten für den Interessierten: